- Freitag, Februar 26, 2010, 22:26
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3D Filme: Sexfilme oder Familienprogramm, die Hintergründe zum neuen Trend
Explosionen, die den Zuschauern nicht nur mitreißen, sondern umwerfen. Eklige Wesen, die nicht einfach nur auf der Leinwand, sondern vor dem Kinobesucher direkt auftauchen und schocken. Romantik, die den Filmliebhaber nicht nur berühren, sondern die er erlebt. All das verspricht die Zukunft des 3D-Films. Insbesondere in Kombination mit Umgebungssound bietet die Technik ganz neue Möglichkeiten.
2010 wird das Jahr der 3D Filme
Avatar hat gezeigt, was eine gelungene Inszenierung in 3D bewirken kann. Von Handlung und Drehbuch eher schwach, wurde er dennoch zu dem finanziell erfolgreichsten Film der Geschichte. Und hat dabei noch Millionen Kinobesucher weltweit begeistert. James Camerons Technikgigant dürfte dabei nur die Vorreiterrolle für viele weitere faszinierende Projekte sein. So sind für 2010 schon einige neue Filme, die diese Technik nutzen wollen, angekündigt. Von der Neuverfilmung des Kinderbuchklassikers „Alice im Wunderland“ über einen neuen „Shrek“-Teil bis hin zu „Toy Story 3“. Auch Harry Potter lässt sich in 3D bestaunen.
Sexfilme sind ein heisser 3D Trend - erste Projekte in der Pipeline
Und es gibt noch einen Filmbereich, der zwar weniger im Mittelpunkt der Öffentlichkeit steht, dafür aber das wohl am weitesten verbreitete Genre darstellt: Pornofilme. Es versteht sich von selbst, dass deren Macher ein Interesse an 3D haben. Aus Italien gibt es bereits konkrete Projekte, die bald beginnen dürften.
Ganz klar: Die dritte Dimension liegt voll im Trend. Und in ihr liegt auch eine Chance für die Kinobetreiber. Denn seit Jahren gehen die Besucherzahlen zurück. Raubkopierer scheinen übermächtig zu sein, viele sind nicht bereit für etwas zu bezahlen, dass sie im Internet umsonst bekommen. Dazu ermöglichen immer bessere Fernseher und Audiogeräte, die gleichzeitig immer billiger werden, immer mehr Leuten in ein privates Heimkino zu investieren.
3D Filme gibt es seit rund 90 Jahren
Doch der Boom, den 3D jetzt erlebt, ist eigentlich eine Renaissance. Schon in den 1950er Jahren gab es eine sehr erfolgreiche Zeit für 3D-Filme. Lustigerweise lag diese damals darin begründet, dass sich viele Menschen einen eigenen Fernseher leisten konnten. Der erste Langfilm in drei Dimensionen gab es übrigens bereits 1922. Bleibt die Frage, warum sich die Technik bisher eigentlich nicht dauerhaft durchsetzen konnte. Das dürfte nicht zuletzt an der Infrastruktur liegen.
Kinos in Deutschland rüsten auf
Erst seit wenigen Jahren gibt es in Deutschland ein flächendeckendes Netz von Kinos, die in der Lage sind, 3D zu zeigen. In den Fünfzigern gab es noch das Problem mit der Technik, dass die Filme nur in Schwarz-Weiß darstellbar waren. Das hat den damaligen Trend abgeschwächt. Heute, Avatar hat es eindrucksvoll bewiesen, stehen die Zeichen wesentlich günstiger für den neu entdeckten Trend. Die Infrastruktur steht, die Technik ist ausgereift und für Nachschub ist in verschiedenen Genres gesorgt! Beste Karten also dafür, dass sich 3D diesmal endgültig durchsetzt.
“Doch der Boom, den 3D jetzt erlebt, ist eigentlich eine Renaissance. Schon in den 1950er Jahren gab es eine sehr erfolgreiche Zeit für 3D-Filme. Lustigerweise lag diese damals darin begründet, dass sich viele Menschen einen eigenen Fernseher leisten konnten. ” …verstehe den Zusammenhang nicht.
Nebenbei: Frage mich, ob der Autor den Film Avatar gesehen oder die Meinung nur z.B. von den amerikanischen Konservativen übernommen hat?
Hallo Leser,
danke für den Hinweis, das kommt aus dem Zusammenhang tatsächlich nicht klar hervor. Die Bemerkung “Lustigerweise lag diese damals darin begründet, dass sich viele Menschen einen eigenen Fernseher leisten konnten.” bezieht sich darauf, dass Fernsehen an und für sich populär wurde und die Leute deshalb auch oft ins Kino gingen.
Und ja, der Autor hat AVATAR gesehen - und war beeindruckt. Die Story war aus meiner Warte vorhersehbar, aber märchenhaft umgesetzt. Für mich trotzdem einer der besten Filme ever.
Gruß aus New York,
R. Stuber


