- Samstag, Januar 30, 2010, 16:48
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Apple iPad ohne Flash Player, muss Adobe erst Werbedollar zahlen?
Steve Jobs hat am Mittwoch das neue iPad vorgestellt. Bei seiner Demonstration wurde deutlich, dass das Internet Tablet kein Adobe Flash unterstützen wird.
Viele iPhone Besitzer sind unzufrieden über die fehlende Flash-Unterstützung auf dem iPhone, haben sich jedoch größtenteils mit dem Mangel arrangiert. iPad Nutzer dürften dagegen das Fehlen von Adobe Flash auf dem Tablet PC unakzeptabel finden, denn das Gerät ist auf die mobile Internet-Nutzung optimiert.
Laut Adobe kann das iPad mehr als 70 Prozent aller Flash Spiele und 75 Prozent aller Web-Videos im Internet nicht darstellen. Ist es ein weitere Versuch von Apple Nutzer zu kostenpflichtigen Spiele und Video Downloads zu motivieren? Apple’s Einstellung ist nicht nachzuvollziehen, da das Unternehmen keine Alternative anbietet.
Hulu.com oder Facebook Farmville sind nur einige von Tausend Anwendungen, die nicht auf dem iPad dargestellt werden können, da sie auf Adobe Flash basieren. Apple muss einen wirklich guten Grund haben, um auf Flash zu verzichten, sowohl technisch als auch produktpolitisch.
Die meisten Werbeanzeigen verwenden derzeit Adobe Flash. Apple hat Ende 2009 einen Vermarkter für Werbeanzeigen aufgekauft und könnte versuchen im mobilen Werbemarkt ein eigens Darstellungsformat zu etablieren. Apple könnte jedoch auch versuchen, Adobe dazu zu bringen, für die Unterstützung des Flash Player zu bezahlen. Aus einer Business-Perspektive stellt sich die Frage, warum sollte Apple den Flash Player promoten, wenn nur Adobe davon profitiert.
Das offizielle Statement von Apple zum Flash Player ist jedoch ein anderes. Der Flash Player ist zu ressourcen-intensiv und weist zahlreiche Sicherheitsrisiken auf. Darüber ist Adobe natürlich nicht sehr erfreut und wirft dem Unternehmen vor, die Rechte seiner Kunden zu beschränken.
Adobe Flash ist eine proprietäre Plattform, Apple Programmierer können Schwachstellen nicht beheben und die Software auch nicht optimieren. Statt Adobe Flash setzt Apple auf den neuen HTML5 Standard, der derzeit noch in den Kinderschuhen steckt. YouTube und Vimeo gehören zu den ersten Video-Diensten die den kommenden HTML5 Standard unterstützen.

