Lebensmittelklarheit.de - Schlechte Lebensmittel online melden

Teilen

Verbraucherschutz wird mittlerweile glücklicherweise großgeschrieben, doch mit einer neuen Internetplattform erhitzt Ministerin Ilse Aigner viele Gemüter. Die Rede ist von lebensmittelklarheit.de. Hier kann sich der neugierige Verbraucher über bestimmte Produkte, Kennzeichnungen und jeweilige Aufmachung informieren - und sollte er fragwürdige Artikel im Ladenregal entdeckt haben, gibt es hierfür auch gleich die passende Meldefunktion. Und gerade dieses Feature stimmt Gegner des Portals missmutig.

Eigentlich eine wirklich nützliche Funktion: sollten Angaben auf der Verpackung eines Produktes nicht der Wahrheit entsprechen, oder absichtlich in die Irre führen, kann der Artikel gemeldet, und somit andere Verbraucher gewarnt werden. Doch hier sehen Gegner des Portals die Gefahr, das Produkte oder die Hersteller öffentlich an den Pranger gestellt werden. Bereits im März diesen Jahres sollte das Portal eröffnet werden, doch der Projektstart wurde mehrmals verlegt.

Lebensmittelkarheit Verbrauscherschutzzentrale

Quelle: lebensmittelklarheit.de

Das Formular zum Melden der Artikel war allerdings schon vorher erreichbar, und in der Zwischenzeit sind so über 200 Beschwerden über fragwürdige Produkte bei den Verantwortlichen hinter der Website eingegangen. Auch aus der eigenen Koalition erhält Ilse Aigner ordentlich Gegenwind. Sie würde mit dem Portal die Ängste der Verbraucher vor Lebensmitteln transportieren, setzte der FDP-Abgeordnete Michael Goldmann der Ministerin öffentlich im Rahmen eines Interviews mit der Neuen Osnabrücker Zeitung entgegen.

Lebensmittelkarheit Beispiel Milch

Quelle: lebensmittelklarheit.de

Matthias Horst, der Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, sieht die Idee hinter der Plattform durchaus positiv, doch im Zuge dessen gleich die Namen der Hersteller und Händler zu nennen, wäre nicht vertretbar. Letztendlich bleibt es in der Hand des Nutzers selbst, ob er das Portal nutzt oder nicht. Allerdings könnte das Projekt ein Denkanstoß für die Hersteller darstellen, welche mittels der Plattform gemeldet wurden. Es bleibt derzeit also nur abzuwarten, ob sich das Portal durchsetzen kann, und welchen Einfluss es auf die Konsumenten haben wird.

Quellen: heute.de, noz.de

Teilen
Autor: Sven
Freier Kreativer, Gamer und Designkünstler. Schreibt für Preisgenau.de in den Ressorts Games und Internet.
Feed abonnieren

Anzeige

Mach Mit! Schreib Mit!

Werde Preisgenau Reporter und schreibe über aktuelle Technik Trends. Schließe dich einer Autoren Gemeinschaft an, in der Deine Meinung zählt und Deine Stimme gehört wird.

  • Melde Dich an

    Lass uns wissen wer du bist und was Dich intressiert.

  • Schreib Artikel

    Schreibe Beiträge, die dir und anderen etwas bedeuten.

  • Verdiene Geld

    Verdiene 80% der Werbe Einnahmen deiner Artikel.

  • Deine Reputation

    Werde zum Top Schreiber und entwickle eine Fangemeinde.

Anzeige