- Mittwoch, November 18, 2009, 19:06
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Office 2010 Beta Version sehr langsam auf Netbooks
Die Kombination aus schlechten User Interface Entscheidungen und einer trägen Performance zeigt das Microsoft für die offizielle Office 2010 Version noch einen langen Weg vor sich hat.
Office 2010 Beta ist ein aufgeblähtes und klobiges Office, das Standard Farbschema ist grau und die Outlook Ribbon Oberfläche wirkt ungeordnet und durcheinander. Am stärksten fällt jedoch auf, die erste Office 2010 Version ist vor allem langsam.
Die einzelnen Anwendungen zu laden dauert eine gefühlte Ewigkeit auf einem Windows 7 basierten Netbook und das Abrufen von neuen Nachrichten aus mehreren POP3-Konten nimmt sehr viel CPU Performance in Anspruch. Mit Office 2007 hat man bisher auch auf Netbooks relativ wenig Probleme.
Auch der schwerfällige alte Microsoft-Messaging-Client ist enttäuschend. Wieder einmal haben Microsoft-Entwickler Menüpunkte verschoben und bisher leicht zugängliche Funktionen unnötig verkompliziert. Zum Beispiel wurde der Junk-E-Mail-Ordner verschoben, was Nutzer dazu zwingt ihre Outlook-Spam-Filter Einstellung neu zu überarbeiten.
Einige Design Entscheidung in Office 2010 führen dazu, das man mehr Klicks braucht, um die gleichen Aufgaben zu erfüllen wie in früheren Versionen. Auch die Quick Steps Funktion, die eine Erleichterung der Bedienung verspricht, ist alles andere als schnell. Microsoft scheint sich in Office 2010 auf die Überarbeitung der Ribbon Symbolleisten zu konzentrieren und andere Funktion abseits davon zu vernachlässigen.
Der Spaß endet jedoch nicht mit Outlook. Auch Word, Excel und PowerPoint bringen einige Änderungen, die langjährige Office Nutzer als umständlich empfinden könnten. Öffnet man zum Beispiel die Registerkarte Datei wird anstelle des Drop-down-Menüs, wie in allen früheren Anwendungen, einschließlich Windows 7 Paint und WordPad, ein neues Fenster mit größtenteils unbrauchbaren Schaltflächen und Menüs geöffnet.
Schlimmer ist jedoch, das die User Interface Konventionen von Programm zu Programm unterschiedlich sind. Einige Funktionen wie Öffnen, Speichern oder Speichern öffnen ein neues Dialogfenster, andere verändern die die Ansicht des Programms und wieder andere verstecken verschachtelte Menüs, die weitere Optionen begraben.
Microsoft Office 2010 dürfte vor allem unerfahrene und neue Office Nutzer verwirren und umständlich wirken. Microsoft scheinen die Ideen auszugehen, aber der Software-Gigant hat bis zum offiziellen Start von Office 2010 ja noch etwas Zeit.

