- Sonntag, November 22, 2009, 18:31
- 0 Kommentare
Office 2010 Web Apps fallen hinter Google Docs zurück
Geht man von der Beta-Version von Office 2010 aus, muss man sagen, bleibt viel Raum für Verbesserungen. Zurzeit ist die Beta Version vor allem auf Netbooks noch sehr langsam.
Mit Office 2010 bietet Microsoft erstmals eine webbasierte Version seiner Software Suite an. Mit den Office Web Apps wird man zukünftig Dokumente online speichern und mit anderen teilen können. Bis gibt es allerdings keine automatische Synchronisation von Online und lokalen Dateien, wie das beispielsweise bei Google Docs der Fall ist.
Im Gegensatz zu Google Text & Tabellen werden die Dateien in der Office Cloud nicht mit denen auf dem PC synchronisiert. Dies ist ein gravierender Mangel und macht die Online Applikation bei weitem nicht so wertvoll wie sie sein sollte. Unverständlich ist das Fehlen des Features auch deshalb, weil Microsoft mit dem Dienst Windows Live Sync bereits die Synchronisation von Dateien zwischen Computer ermöglicht.
Die Web App Version von Excel kann zurzeit keine Diagramme erstellen. Microsoft erklärt hierzu, das eine Diagramm-Funktion auch für den Start der Online Version nicht vorgesehen ist. Es ist absolut unverständlich wie Microsoft einen so grundlegenden Teil der Funktionalität eines Online Rechenprogramms einfach weglassen kann.
Microsoft hatte bereits angekündigt, das die Office Online Apps, die lokale Software Suite lediglich ergänzen und nicht ersetzen soll. Unverständlich ist jedoch wie sich Microsoft mit einer so abgespeckten Version gegenüber Google Docs durchsetzen will.
Im Online PowerPoint kann man zum Beispiel keine individuellen Hintergründe erstellen oder Animationen in Folien einfügen. Es ist bei der Beta Version nicht möglich und soll auch beim Start der Online Version nicht zur Verfügung stehen. Hier sollte Microsoft allerdings seine Einstellung ändern, denn solche Funktionen sind Grundvoraussetzungen eines soliden Präsentationsprogramms.
Das bisher raffinierteste Feature in Office 2010 ist der Outlook Social Connector, der Drittanbietern und Webseiten ermöglicht, Programme zu schreiben um zum Beispiel eine Social Network Seite in Outlook zu integrieren. Microsoft arbeitet hier sicherlich bereits mit führenden Netzwerken wie Facebook, Xing oder LinkedIN zusammen, um entsprechende Schnittstellen zu entwickeln.

