- Sonntag, Februar 14, 2010, 11:54
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Russland: Jede 4 Windows Kopie von Microsoft eine Raubkopie
Jeder vierte Händler von Software in Russland verkauft illegale Kopien von Microsoft-Produkten, informiert Microsoft. Der Softwarekonzern stützt sich dabei auf eine neue Untersuchung.

Im Rahmen einer von Microsoft in Auftrag gegebenen Untersuchung wurden 2.500 Händler in 53 russischen Städten über mehrere Monate hinweg überprüft. Dabei kam nach Angaben der Softwarekonzerns heraus, das 25 Prozent der Software-Händler in Russland Raubkopien verkaufen. 11 Prozent der Händler bieten für die illegalen Kopien der Microsoft-Produkte sogar den Service, sie auf den Computern ihrer Kunden zu installieren.
Die Zahlen aus Russland lassen Microsoft allerdings hoffen, denn sie stellen eine positive Entwicklung dar. Vor ein paar Jahren, sagt Denis Guz von Microsoft, boten noch die meisten russischen Computerhändler ihren Kunden illegale Kopien an. Inzwischen ist der Anteil drastisch gesunken, die große Mehrheit bietet nun nur noch lizenzierte Software an.
Die russische Website Ria Novosti berichtet allerdings, dass Uri Zlobin, Chef einer Anti-Piraterie-Vereinigung in Russland, die Untersuchungsergebnisse anzweifelt. Zlobin zufolge verkaufen nur 10 Prozent der Computerhändler in Moskau ordentlich lizensierte Software. Die Situation sei also noch viel schlimmer. Microsoft sieht die größten Probleme mit Raubkopien dagegen in Sibirien und den ganz östlichen Teilen Russlands, wo der Anteil der Raubkopien bis zu 71 Prozent betragen soll.
Obwohl der Anteil illegaler Kopien von Microsoft-Produkten in anderen Staaten noch höher liegt, ist der in Russland verursachte Schaden für Microsoft aufgrund der vielen dort lebenden Menschen am größten. Der Schaden für die gesamte Softwareindustrie durch illegale Kopien wird für das Jahr 2008 auf 53 Milliarden Dollar geschätzt.

