- Donnerstag, Februar 18, 2010, 14:27
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Schülerin wegen Lehrer-Mobbing auf Facebook von Unterricht suspendiert
Eine Schülerin, die wegen Einträgen auf Facebook zwangsweise vom Unterricht befreit wurde, darf den Direktor ihrer ehemaligen High School verklagen, hat ein Gericht entschieden.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Schüler ihren Frust über Lehrer im Internet öffentlich machen. Eine Schülerin aus Florida richtete aus Ärger über ihre Englischlehrerin eine Facebook Seite ein, in der sie darüber schrieb, wieso diese die schlechteste Lehrerin sei, die sie je hatte. Auf der Seite gab es nur wenig Aktivität und bereits nach ein paar Tagen löschte die Schülerin die Seite wieder.
Dann erst bekam ihr Schuldirektor Wind davon und suspendierte sie wegen Cybermobbing für einige Tage vom Unterricht. Außerdem sorgte er dafür, dass sie Kurse mit niedrigerem Leistungsniveau belegen musste. Die Schülerin wollte ihren Direktor verklagen, doch der beantragte eine Abweisung des Falls und berief sich auf eine angeblich bestehende Immunität.
Der Vorfall ereignete sich schon im Jahr 2007, doch wie die New York Times berichtet, hat nun ein Richter entschieden, dass die ehemalige Schülerin den Schuldirektor verklagen kann. Damit ist der Fall für sie noch nicht abgeschlossen, doch die Amerikanische Bürgerrechtsunion ACLU feiert das Urteil als einen Sieg für das Recht auf freie Meinungsäußerung.
Der Richter begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass die Schülerin die Facebook-Seite außerhalb der Schule angelegt hat. Außerdem hat sie keine Drohungen ausgestoßen, sondern nur ihre Meinung geäußert, was ihr gutes Recht ist.

