Absicht? Microsoft Windows stuft Google Chrome Browser als Trojaner ein

Mit einem fehlerhaften Patch für Microsoft Security Essentials, Microsoft Forefront und Windows Defender sorgte Microsoft in der vergangenen Woche für Chaos bei den Usern des Google Chrome Browsers. Durch den Patch stuften die Sicherheitssysteme von Windows den Google Browser als Trojaner ein – und empfahlen daher die Löschung der Datei chrome.exe. Wenn dieser Empfehlung Folge geleistet wird, verweigert der Browser logischerweise seinen Dienst. Mit einem Virus, Trojaner oder einem sonstigen Schädling hatte dies alles jedoch nichts zu tun.

Microsoft hat in der letzten Woche einen interessanten Weg präsentiert, mit dem man abtrünnige Browser-User zurück gewinnen könnte. Durch einen fehlerhaften Patch für Microsoft Security Essentials, Microsoft Forefront und Windows Defender wurde der Google Browser Chrome als Trojaner eingestuft. Die Sicherheitssysteme von Windows empfahlen daher die Löschung der Datei chrome.exe. Die Folge: Der Chrome Browser wurde unbrauchbar, wenn User der Empfehlung folgten.

Google Chrom Browser

Quelle: google.com

Hinter der Aktion steckte jedoch vermutlich keine Masche, um Chrome-User wieder zum Internet Explorer zu führen, sondern ein simpler Fehler. Die Sicherheitssysteme hielten Chrome für einen Abkömmling des Banking-Trojaners PWS:Win32/Zbot, auch als Zeus bekannt. Eine Lösung folgte kurze Zeit später. Microsoft brachte am Freitag ein neues Signatur-Update heraus, mit dem die Fehlerkennung vermieden wird.

User, die auf den Fehlalarm reingefallen sind, haben hiervon alleine jedoch wenig. Sie müssen nämlich nicht nur das Signatur-Update, sondern anschließend auch eine neue Version des Google Chrome Browsers installieren. Der Download muss dabei über einen anderen Browser erfolgen, da sich der Google Browser ohne die Datei chrome.exe nicht mehr starten lässt. Von der Problematik waren mehrere tausend User betroffen. Glück im Unglück: Einstellungen und Daten des Chrome Browsers sollten im Normalfall erhalten geblieben sein.

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Quelle: chrome.blogspot.com

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