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Amazon.de: Verbraucherschützer kritisieren Lebensmittel-Versand

Seit Anfang Juli bietet Amazon.de über Partner den Online-Kauf von Lebensmitteln an. Ein Test der Verbraucherzentrale Hamburg fällt negativ aus. Fehlende Informationen, umständlicher Einkauf und vor allem die hohen Preise durch Versandkosten werden von den Verbraucherschützern kritisiert.

Zu Monatsbeginn hat der Online-Händler Amazon.de mit dem Verkauf von Lebensmitteln begonnen. Die wenigsten dieser Waren liefert Amazon.de jedoch selbst. Der größte Teil der Lebensmittel wird durch mehr als 60 Partner-Unternehmen ausgeliefert. Darin liegt das größte Problem, zeigt ein Test der Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Hamburger Verbraucherschützer haben mit Testeinkäufen für Single- und Familienhaushalte das neue Lebensmittelangebot von Amazon.de untersucht. Schon die Preise der Lebensmittel bei Amazon.de lagen über denen von stationären Supermärkten. Die erheblich höheren Kosten beim Online-Einkauf gegenüber dem Gang in den nächstgelegenen Supermarkt kommen jedoch durch die mehrfach anfallenden Versandkosten zustande.

Amazon.de Lebensmittel
Quelle: Amazon.de
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Bei einem typischen Single- oder Familieneinkauf müssen die Waren durch mehrere Partnershops geliefert werden, womit entsprechend oft Versandkosten anfallen. Für die Waren eines typischen Familieneinkaufs müssen Online-Käufer daher mehr als doppelt so viel wie im Supermarkt zahlen, bei einem Singleeinkauf fallen im Vergleich zum Kauf im Supermarkt sogar fast die dreifachen Kosten an.

Die Aufteilung eines Einkaufs auf mehrere Partnershops führt zu weiteren Problemen: Da jeder Partnershop seine Produkte einzeln verschickt, müssen entsprechend oft Waren an der Wohnungstür entgegengenommen werden. Für berufstätige Singles, die tagsüber selten zu Hause sind, ist das nicht attraktiv. Kompliziert machen den Lebensmittelkauf bei Amazon.de außerdem die unterschiedlich langen Lieferzeiten. Manche Partnershops können ihre Waren sofort verschicken, andere erst nach einigen Tagen.

Weitere Minuspunkte sammelte Amazon.de für sein Lebensmittelangebot im Bereich Transparenz: Bei einer Reihe von Lebensmitteln fehlten gesetzlich vorgeschriebene Angaben, beispielsweise zu Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen. Nicht vorgeschrieben, aber für Allergiker nahezu unverzichtbar sind Zutatenlisten. Listen mit Zutaten gab es zum Testzeitpunkt jedoch nur bei den wenigsten Lebensmitteln.

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