Anleitung: WLAN 10x schneller machen unter Windows

Wer in seiner Wohnung den PC über WLAN mit dem Internet verbindet, hat Glück, wenn es nicht alle seine Nachbarn ebenso machen. Sind nämlich viele WLAN-Netze an einem Ort gleichzeitig aktiv, stören sie sich gegenseitig. Mit ein paar Tricks lassen sich solche Störungen beseitigen und Übertragungsraten per WLAN steigern.

Der große Erfolg von WLAN im privaten Umfeld ist gleichzeitig eines der größten Probleme für die Nutzer von WLAN-Netzen. Je mehr WLANs in einem Gebiet im Einsatz sind, desto größer sind die Störungen, die sie gegenseitig bei der Datenübertragung verursachen. Wenn nur ein paar Nachbarn ebenfalls einen WLAN-Router einsetzen, gibt es kein Problem, denn für die Übertragung stehen mehrere Kanäle zur Verfügung. Außerdem gibt es Mechanismen, die einen weitgehend störungsfreien Betrieb selbst dann gewährleisten, wenn mehre WLAN-Router auf denselben Frequenzen funken.

Das funktioniert aber nur, wenn höchstens ein halbes Dutzend WLAN-Netze an einem Ort gleichzeitig funken. Mit speziellen Programmen zu Aufspüren von WLAN-Netzen oder einfach mit der WLAN-Suche unter Windows kann man sich schnell anzeigen lassen, wie viele WLANs in Reichweite sind und wie stark deren Signale sind. Um die Störungen zu verringern oder zu beseitigen und die Übertragungsgeschwindigkeit im eigenen WLAN zu erhöhen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Die einfachste Lösung ist oft, in neue Technik zu investieren. Alte WLAN-Router nach den Standards 802.11b und 802.11g funken im Frequenzband 2,4 GHz. Dort stehen allerdings weniger Funkkanäle zur Verfügung als im derzeit noch recht wenig genutzten Bereich von 5 GHz, den nur recht neue WLAN-Geräte verstehen. Wer auf den 5 GHz-Bereich ausweicht, hat seine WLAN-Probleme meist schon gelöst. Der Kauf eines neuen WLAN-Routers, der den Standard 802.11n beherrscht, lohnt sich oft zusätzlich, weil der neue Router vielleicht noch weitere interessante Funktionen bietet, die der alte nicht beherrscht. Viel Geld muss man dafür nicht ausgeben, denn nahezu jeder aktuelle WLAN-Router unterstützt den n-Standard.

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Es ist sinnvoll, sich dabei für einen Parallel.Band-Router zu entscheiden. Dieser kann gleichzeitig im 2,4 GHz-Bereich und im 5 GHz-Bereich arbeiten, was besonders dann wichtig ist, wenn man WLAN-Geräte (zum Beispiel ein WLAN-Radiogerät) im eigenen Netz hat, die den neuen Standard nicht unterstützen. Vielleicht unterstützt der eigene Router den n-Standard auch bereits, aber es wird der standardmäßig eingestellte Bereich von 2,4 GHz genutzt. Hier hilft ein Blick ins Handbuch bzw. ins Datenblatt des Herstellers. WLAN-Router mit eingebautem DSL-Modem gibt es nur wenige. Das ist aber nicht schlimm, denn man kann einen zusätzlichen neuen WLAN-Router an den alten über ein normales Netzwerkkabel anschließen und dann beide gemeinsam nutzen. Der zusätzliche Stromverbrauch ist zu vernachlässigen. Wer Strom sparen möchte, findet in seinem Haushalt bestimmt bessere Möglichkeiten.

Mit dem Kauf eines neuen Routers allein ist es allerdings oft nicht getan. Der Computer muss schließlich ebenfalls den 5 GHz-Bereich nutzen können. WLAN-USB-Sticks können allerdings für wenig Geld durch neue Modelle ersetzt werden, WLAN-Karten zum Einbau in den PC ebenfalls. Bei Notebooks und Netbooks mit eingebautem WLAN-Modul bietet sich ebenfalls der Einsatz eines zusätzlichen WLAN-USB-Sticks an. Ein Internetradio oder ein Smartphone lassen sich jedoch nicht auf diese Weise für den n-Standard fit machen. Deshalb sollte der neue WLAN-Router den Parallelbetrieb im 2,4 GHz- und 5 GHz-Bereich unterstützen. Wer neben Notebook oder Netbook keine weiteren WLAN-Geräte nutzt, muss sich darüber natürlich keine Gedanken machen.

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