Apple iPad lässt Absatz von Notebooks und Windows schrumpfen

In der vergangenen Woche hat Microsoft wie viele andere Software-Hersteller seine Quartalszahlen veröffentlicht. Obwohl der Netto-Umsatz im Herbst-Quartal 2010 im Vergleich zum letzten Quartal des Jahres 2009 um 3 Prozent gewachsen sein soll, hat Microsoft ein ernsthaftes Problem: Das iPad. Denn auch wenn Windows 7 nach Microsoft-Angaben das erfolgreichste Betriebssystem ist, das der Software-Riese je verkauft hat: iPads funktionieren nun mal mit Software des Konkurrenten Apple.

Und so sprechen die nackten Zahlen auch nicht gerade für Microsoft. Nach absoluten Verkaufszahlen fiel nämlich der Umsatz von Windows-Betriebssystemen im Quartalsvergleich um satte 30 Prozent zwischen den Jahren 2009 und 2010. Beim Gewinn gab es einen Rückgang um vier Prozent. Auch wenn Microsoft viele Zahlen auf eine veränderte Buchhaltung zurückführt; der Software-Hersteller kann kaum über die Flaute hinwegtäuschen, die zurzeit beim Verkauf von Notebooks herrscht.

Apple iPad

Quelle: de.wikipedia.org / Jon Mountjoy

Die Popularität des iPads im Weihnachtsgeschäft wirkte sich, Analysten zufolge, dabei direkt auf die Verkaufszahlen der Laptops aus, die weit hinter den Erwartungen zurück blieben. Dies bedeutet, dass automatisch weniger Windows-Betriebssysteme verkauft wurden. Denn die sind bekanntlich auf den meisten neuen PCs bereits vorinstalliert. Deshalb versucht Microsoft eine Strategie zu fahren, in der sich das iPad zumindest nicht zum Standard in Unternehmen entwickeln soll. Bisher wird das Apple-Tablet vor allem dem Consumer-Markt, also den Privatkunden, zugeschrieben.

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Im Moment statten aber auch immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter mit den praktischen Tablets aus. Die Entwicklung ist umso ärgerlicher für Windows, als dass nicht nur Tablet-Marktführer Apple sein iPad mit eigenem iOS-Betriebssystem ausstattet. Auch andere Tablets funktionieren nicht mit Microsoft-Software und greifen stattdessen auf das Betriebssystem Android von Google zurück. Verständlich, dass Microsoft im Gegensatz dazu vor allem den traditionellen PC-Markt betonen wird. Schließlich würden 90 Prozent aller Unternehmen gerade ihr Betriebssystem auf Windows 7 umsetzen, erklärte der Microsoft-Finanzchef Peter Klein.

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