Datenschutz: Apple verklagt, iPhone Apps geben Nutzerdaten ohne Zustimmung weiter

Apps sind heutzutage auf jedem Handy oder Smartphone zu finden. Oft wissen die User jedoch gar nicht, was die Apps im Hintergrund treiben. Häufig werden persönliche Daten des Nutzers ohne dessen Wissen weitergegeben. In den USA ist Apple nun aus diesem Grund zum Ziel einer Klage geworden. Vorgeworfen wird, dass Apps Daten insbesondere an Werbenetzwerke weitergeben.

Vor einem Bezirksgericht im US-amerikanischen Kalifornien ist Apple verklagt worden. Der Grund der Klage ist die Weitergabe persönlicher Daten der Nutzer durch Apps für iPhone und iPad. Vorgeworfen wird dabei insbesondere, dass die Nutzer keine Kenntnis über die Weitergabe ihrer Daten haben. Verlangt wird nun einerseits Schadensersatz und zweitens ein Ende der Weitergabe der persönlichen Daten.

Apple ist deswegen das Ziel der Klage, weil die Kläger der Auffassung sind, dass die eindeutige Identifikationsnummer (kurz UDID) der iOS-Geräte häufig missbräuchlich genutzt wird und die Nutzer keine Möglichkeit haben die Übertragung dieser UDID zu unterbinden. Weiterhin werfen die Kläger vor, dass weitere persönliche Daten wie Alter, Geschlecht oder auch der Standort des Nutzers an Werbenetzwerke weitergegeben werden. Auch hier sei Apple mitverantwortlich, da die Apps ohne tiefgehende Überprüfung über den App Store von Apple angeboten wurden.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen Tester des Wall Street Journals, wie aus einem kürzlich erschienen Bericht hervorgeht. Einige der Module bzw. Apps, die vom Wall Street Journal kritisiert wurden, finden sich nun auch mit besonderer Erwähnung in der Klageschrift wieder. Hierzu gehören unter Anderem Textplus4, Pandora, Paper Toss, Weather Channel, Dictionary.com, Talking Tom Cat, Pimple Popper Lite und Pumpkin Maker. Sollte die Klage erfolgreich verlaufen, könnten weitere Klagen folgen.

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2 Kommentare
Datenschutz: Apple verklagt, iPhone Apps geben Nutzerdaten ohne Zustimmung weiter
ein ipad user | 2. Jan 2011, 19:14
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Das ist ein unglaublicher Vorgang. Wird Zeit das Apple die Konsequenzen tragen muss !!

admin | 3. Jan 2011, 00:42
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@ein ipad user: Es ist eben wichtig, das Apple so was unterbindet. Aber auch Seiten wie Facebook gehen meiner Meinung nach viel zu flacksig damit um.


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