Datenschutz: Facebook Like-Button könnte illegal in Deutschland sein

Das soziale Netzwerk Facebook wird seit geraumer Zeit für seinen lockeren Umgang mit dem Datenschutz kritisiert. Das unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein macht nun ernst. Gegen Webseiten, die Plug-Ins von Facebook verwenden und deren Betreiber aus Schleswig-Holstein kommen, soll vorgegangen werden. Nach Ansicht der Datenschützer verstößt zum Beispiel der Gefällt-mir-Button gegen deutsche Datenschutzgesetze. Geldbußen mit einer Höhe von bis zu 50.000 Euro stehen zur Debatte.

Immer wieder gab es neben positiven auch negative Schlagzeilen zum sozialen Netzwerk Facebook. Bei den negativen Schlagzeilen ging es meist um Datenschutzbedenken. Die bislang schärfste Kritik an Facebook kommt nun vom unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein. Die Datenschützer kommen „nach eingehender technischer und rechtlicher Analyse“ zu dem Urteil, dass Facebook gegen das Telemediengesetz, das Bundesdatenschutzgesetz und das Landesdatenschutzgesetz von Schleswig-Holstein verstößt.

Like Butten Facebook

Quelle: preisgenau.de

Konsequenzen drohen jedoch nicht dem sozialen Netzwerk selbst, sondern Webseiten-Betreibern, die soziale Plug-Ins von Facebook verwenden. Hierzu gehört beispielsweise der Gefällt-mit-Button, der beinahe überall zu entdecken ist. Die Datenschützer fordern Webseiten Betreiber aus Schleswig-Holstein nun auf, entsprechende Verknüpfungen und Plug-Ins von Facebook zu entfernen. Hierzu wird eine Frist bis Ende September gesetzt. Danach will das Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein juristisch gegen die Betreiber der betroffenen Webseiten vorgehen.

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Die Datenschützer geben dabei an, dass Betreiber, die die Forderungen nicht erfüllen, mit Bußgeldern bis zu einer Höhe von 50.000 Euro bedacht werden können. Betroffen sind sowohl Privatpersonen, als auch Unternehmen oder Behörden. Nach Ansicht der Datenschützer sind zudem auch Fanpages bei Facebook unzulässig. Auch sie sind daher zu entfernen. Ob Datenschutz-Organisationen aus anderen Bundesländern dem Beispiel aus Schleswig-Holstein folgen werden, bleibt abzuwarten.

Quelle: datenschutzzentrum.de

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