Die Google-Adwords Steuer: Wann wird der Staat die Werbe-Millionen einsacken?

Der Online-Riese Google hat sich in letzter Zeit nicht wirklich viele Freunde gemacht. Die Gründe: zum einen Google Streetview und zum anderen die aggressive Online-Werbung. Doch könnte es schon bald jemanden geben, der sich zumindest über die Millionen-schwere Werbe-Einnahmen des amerikanischen Konzerns freuen dürfte: der französische Staatspräsident Nikolas Sarkozy. Dieser bringt derzeit nämlich ein Gesetz auf den Weg, das eine Steuer auf die Online-Werbeumsätze von Google in Frankreich erhebt.

Doch bezieht sich dieser Gesetzes-Entwurf nicht nur auf Google, sondern soll in Zukunft alle Online-Werbetreibenden zu Kasse bitten. Der französische Staatpräsident Nikolas Sarkozy hat den derzeit immer größer werdenden Online-Werbemarkt schon länger im Blick und möchte zukünftig auch daran mitverdienen. Wenn die Online-Steuer greift, müssen die Werbetreibenden in Frankreich genau ein Prozent der Netto-Einnahmen an den Staat abführen.

Werbung im internet

Quelle: google.com

Durch dieses Gesetz wären, neben Google, auch viele weitere Unternehmen zu den Steuer-Abgaben verpflichtet. Sarkozy erhofft sich dann jährliche Mehreinnahmen von zehn bis 20 Millionen Euro. Im Vergleich dazu verdient der französische Staat derzeit rund 70 Millionen Euro durch die Werbung im Fernsehen. Doch gehen verschiedene Experten davon aus, dass wenn die Online-Werbesteuer kommt, sich diese Verhältnisse schon in naher Zukunft ändern werden.

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Ob diese neue Steuer in Frankreich wirklich kommen wird, steht nach Ansicht vieler Beobachter schon fast außer Frage, doch wie der Werbemarkt darauf reagieren könnte, ist aktuell noch nicht abzusehen. Anders sieht es da in Deutschland aus. Derzeit gibt es keinerlei Gesetzesentwürfe, die eine Steuer auf die Einnahmen aus der Online-Werbung erheben. Und auch für die Zukunft ist eine solche Steuer wohl nicht zu erwarten. Man darf als gespannt sein, wie das mögliche neue Steuer-Gesetz in Frankreich angenommen wird.

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