Frustrierter Nexus One Besitzer verklagt Google wegen langsamer 3G-Geschwindigkeit

Ein frustrierter Besitzer des Google-Smartphones Nexus One hat Klage gegen den Suchmaschinen-Riesen eingereicht. Weil er an seinem Wohnort nur sporadisch Zugang zum schnellen UMTS-Netz hat, verlangt der Amerikaner eine Geldstrafe. Angeblich hat Google ihn mit irreführender Werbung zum Kauf bewegt.

Der in Orlando, Florida lebende Nathan Nabors hatte sich das Nexus One für rund 560 Dollar in Googles eigens eingerichtetem Online Store gekauft. Da sein Vertrag mit dem Mobilfunk-Provider AT&T noch nicht ausgelaufen war, beendete er diesen gegen eine Gebühr von 230 Dollar und wechselte zum amerikanischen Ableger von T-Mobile. Insgesamt kostete ihn die Anschaffung also über 790 Dollar.

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Quelle: Google.com

Nabors musste allerdings schnell feststellen, dass das T-Mobile-Netz in Orlando offenbar schlecht ausgebaut war. Das Nexus One konnte nur selten eine schnelle Internetverbindung aufbauen. Da das Nexus One aber laut Google-Werbung schnellere Übertragungsgeschwindigkeiten und bessere Internet-Performance bieten sollte, fühlte Nabors sich betrogen.

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Dass der Google-Kunde nun vor Gericht zog, liegt aber auch daran, dass Google überhaupt keinen Telefon-Support für das Nexus One bietet. Der E-Mail-Support war Nathan Nabors zu langsam und unbefriedigend. Google stellte weder eine Software-Lösung für sein Empfangsproblem in Aussicht, noch konnte das Nexus One zurückgenommen werden.

Der Ausgang des Verfahrens ist noch ungewiss. Der Kläger verlangt laut arstechnica.com, dass Google zu einer Geldstrafe verurteilt wird. Doch nicht nur das: Wenn es nach Nathan Nabors geht, soll Google selbst „die Öffentlichkeit über die Ungerechtigkeit seiner Methoden informieren“. Dass die Netzabdeckung Sache des Providers, in diesem Fall des kleinsten amerikanischen Anbieters T-Mobile ist, scheint Nabors in seiner Wut auf Google nicht zu stören.

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