Für Musik Geld ausgeben? Gratis-Musik-Dienste prellen Musik-Verkäufe

Der US-Musikmarkt verliert innerhalb von zwei Jahren mehr als ein Fünftel der Käufer. Die Zahl der digitalen Musikverkäufe steigt jedoch stark an. Tauschbörsen werden weniger genutzt.

Zwischen dem Jahresanfang 2007 und dem Jahresende 2009 ist in den USA die Zahl der Menschen, die überhaupt Geld für Musik ausgeben, erheblich gesunken, melden die Marktforscher der NPD Group. Dem Musikmarkt sind 24 Millionen Menschen verlorengegangen. In erster Linie betrifft das jedoch den Verkauf von physischen Tonträgern, vor allem CDs.

Nach anfänglichen Zuwächsen im digitalen Musikverkauf geht der Verkauf von Downloads mittlerweile ebenfalls zurück. Einige Musikhörer, die den Kauf von Songs im Internet zunächst ausprobierten, haben inzwischen das Interesse wieder verloren.

Bezahlte Umfragen

Der durchschnittliche Musikkäufer gibt nach diesen zwei Jahren immerhin zwei Prozent mehr Geld aus als vorher, bezogen auf den digitalen Markt liegt die Steigerung sogar bei 52 Prozent. Wer vom legalen Musikdownload erst einmal überzeugt ist, kauft also nicht nur gelegentlich im Netz.

Einerseits bieten die Downloadshops die Möglichkeit, statt eines ganzen Albums nur die Lieder zu kaufen, die einem gefallen. Andererseits entscheidet sich eine steigende Zahl von Musikfans doch für ganze Alben.

Die illegale Verbreitung von Musik über P2P ist zwar gesunken, aber es gibt schließlich noch andere Möglichkeiten, sich Raubkopien zu besorgen. Allerdings scheint sich die Hoffnung, durch legale Gratisangebote den illegalen Musiktausch unattraktiver zu machen, zumindest teilweise zu erfüllen.

Wer einen Song anhören bzw. vor dem Kauf in voller Länge testen möchte, hat dafür inzwischen einige legale Möglichkeiten. Streamingdienste wie deezer.com oder last.fm, bei denen einzelne Lieder gezielt ausgewählt werden können, bedeuten allerdings auch eine Konkurrenz für Kaufangebote.

Die Marktforscher stellten fest: Gratis-Angebote für Musik auf Abruf und solche, bei denen zumindest einzelne Songs übersprungen werden können, sorgen für einen 13-prozentigen Rückgang beim Verkauf. Onlineradios bzw. Music Streams, die eine vorgegebene Liste von Songs abspielen, lassen den Verkauf von Download-Musik um 41 Prozent steigen.

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