Google Adwords: Google verklagt Händler, die Medikamente illegal online verkaufen

Google verklagt Händler, die verschreibungspflichtige Medikamente illegal online verkaufen und dafür den Werbedienst AdSense des Suchmaschinen-Giganten nutzen. Das teilte Google jetzt in seinem Blog mit. Der Klage ist der vorläufige Höhepunkt eines jahrelangen Katz-und-Maus-Spiels zwischen den illegalen Medikamentenhändlern und verschiedenen Online-Werbediensten.

Der Konzern Google betreibt die mit Abstand am meisten genutzte Suchmaschine im Internet. Der Suchmaschinen-Service darf von jedem kostenlos verwendet werden. Einnahmen erzielt Google daher hauptsächlich über Werbeanzeigen und -Links, die entsprechend den von den Usern eingegebenen Suchbegriffen geschaltet werden. Wer beispielsweise nach Autos sucht, bekommt Anzeigen von Autohändlern zu sehen, der Suchbegriff „Geld“ führt unter anderem zu Anzeigen von Kreditanbietern und Gewinnspielen.

Für Google ist es sehr wichtig, dass diese Anzeigen seriös sind und dem Suchenden nützliche Informationen bieten. Denn dieser gute Ruf ist das Kapital von Googles Suchmaschine. Deshalb muss Google immer wieder gegen Anzeigenkunden vorgehen, die illegale oder betrügerische Dienste anbieten. Dazu gehören seit Jahren Online-Apotheken, die verschreibungspflichtige Medikamente versenden. Viele dieser Medikamente sind aus gutem Grund verschreibungspflichtig, weil die unsachgemäße Anwendung sehr gefährlich sein kann.

Bisher versuchte Google, die betrügerischen Online-Apotheken für die Benutzung von AdSense zu sperren. Allerdings finden diese immer neue Wege, die Sperren zu umgehen. Im firmeneigenen Blog teilte der Google-Rechtsberater Michael Zwibelman mit, dass man daher nun mit rechtlichen Schritten dagegen vorgehen werde.

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Google verkauft die Anzeigenplätze nicht persönlich an seine Werbekunden. Vielmehr kann jeder Händler selbst online Anzeigen schalten. Daher ist es für Google kaum möglich jede einzelne Anzeige zu kontrollieren, bevor sie freigeschaltet wird. Über eine Million Anzeigenkunden nutzen bereits den Google-Dienst AdWords.

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