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Kann man Amazon Bewertungen trauen? Studie stellt Produktbewertungen in Frage

Der britische Soziologie Professor Trevor Pinch hat kürzlich eine interessante Studie zu Bewertungen beim Online-Versandhaus Amazon veröffentlicht. Laut dieser Studie sind die Produktbewertungen keineswegs das, für das sie viele User halten: Echte Usermeinungen. Ein Großteil der aktivsten Schreiber kauft die Produkte nicht selbst, sondern testet im Auftrag. Fraglich ist da, ob solche Berichte tatsächlich objektiv sein können.

User, die bei Amazon nach einem neuen Produkt suchen, stolpern in der Regel über eine Vielzahl von Produktbewertungen. Diese erwecken den Anschein, dass sie von echten Käufern stammen. Doch dem ist nicht immer so, wie der britische Soziologie Professor Trevor Pinch nun in einer Studie feststellte. Pinch befragte über 160 der 1.000 aktivsten Amazon-Tester. Dabei stellte der Professor an der Cornell Universität fest, dass rund 85 Prozent der Befragten den betreffenden Artikel gar nicht selbst erworben haben.

Amazon falsche Produktbewertungen
Quelle: amazon.de

Stattdessen gaben sie an, den Artikel vom Hersteller oder einer PR-Agentur zu Testzwecken erhalten zu haben. Eine weitere Quelle ist Amazon selbst. Besonders aktive Tester werden über das Programm Amazon Vine mit neuen Artikeln versorgt. Ein Problem des gesamten Systems: Tester könnten Berichte schreiben, um zu gefallen bzw. um als besonders aktiv und damit attraktiv zu gelten. Ob diese Bewertungen daher wirklich objektiv sind, ist durchaus fraglich. Hierzu trägt auch die Tatsache bei, dass ein Großteil der professionellen Berichteschreiber einen ähnlichen Background vorzuweisen hat.

Bezahlte Umfragen

Drei Viertel aller Befragten sind demnach männlich und durchschnittlich zwischen 51 und 60 Jahren alt – sicherlich keine Referenzwerte für den durchschnittlichen Amazon-Kunden. Zudem haben viele Tester einen professionellen Background und arbeiten hauptberuflich als Journalist bzw. Autor. Rund 11 Prozent der Befragten schreibt die Tests als Zeitvertreib oder Nebenjob im Rentenalter.

Quelle: freelunch.me

Deine Meinung

2 Kommentare
CLiux | 29. Jul 2011, 13:10
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Der Text ist totaler Blödsinn. Ich bin selber Vine user und keine 50 Jahre alt. Außerdem wurden diese Leute zufällig ausgewählt, das hat mit aktiven Testern nur bedingt was zu tun. Und Geld oder dergleichen bekommen wir für positive Bewertungen auch nicht. Wer lesen kann wird feststellen dass viele Vine Vine Artikel durchaus vernichtende Kritik beinhalten.

Mies recherchiert meine Herren.

Mama | 1. Sep 2011, 9:10
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Ganz ehrlich? Mein erster Eindruck beim Lesen war: Huch, da ist aber jemand neidisch, nicht zum Vine-Club zu gehören!

Ich bin weder Ü50, nicht mal Ü40, eine Frau und berentet oder Journalistin bin ich auch nicht.

Bei Amazon Vine bekommt mann und auch frau zwei Artikel, die frei ausgewählt werden dürfen, die man für eine Bewertung kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommt. Da man sich die Produkte selbst aussucht, besteht natürlich eher die „Gefahr“, dass der Artikel auch entsprechend positiv bewertet wird. Amazon schmeisst aber niemanden aus diesem ach so elitären Club wenn schlechte Rezensionen (im Sinne von schlechter Bewertung) geschrieben. Produkttester von Amazon bekommen kein Geld, nur das gewünschte Produkt, und schreiben dafür eine Bewertung, nicht mehr und nicht weniger. Dass dieses ehrlich und aufrichtig geschieht, sollte einem Erwachsenen schon noch zugetraut werden ;)

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