Kinos.to: Ermittlungen, rechtliche Lage und aktueller Stand

Das Streaming-Portal kinos.to galt bis zu der Schließung Ende 2011 als eine Art Vorreiter der Branche und fand nicht zuletzt auf Grund des enormen Erfolges sehr schnell mehr als nur einen Nachfolger. Doch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (kurz GVU) setzt auch weiterhin alles daran, die übrigen Streaming-Webseiten ebenfalls vom Netz zu nehmen.

Vor einiger Zeit ging beispielsweise movie2k.to offline und mittlerweile müssen auch die Betreiber von kinos.to mit einer Schließung rechnen.

kinos.to Filme
Quelle: kinos.to

Die GVU gegen die Streaming-Portale

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In Kooperation mit der deutschen Staatsanwaltschaft hat die GVU bereits vor einigen Jahren den Kampf gegen die sogenannten Streaming-Portale aufgenommen. Auf diesen Portalen finden die Nutzer aktuelle Kinofilme und Serien, die man sich als Stream direkt im Browser ansehen kann. Doch da nahezu alle Inhalte urheberrechtlich geschützt sind, sieht die GVU diese Streaming-Angebote als illegal an. Doch was bedeutet das genau für kinos.to und dessen Betreiber – und welche Schritte wurden bereits unternommen?

Die rechtliche Lage

Urheberrechtlich geschützte Filme und Serien anzubieten ist, wie nicht zuletzt die Urteile gegen die Betreiber von kinos.to zeigen, strafbar. Rechtlich angreifbar macht sich kinos.to jedoch eigentlich nur dann, wenn sie die Filme und Serien selber anbieten, sprich wenn sich diese auf den eigenen Servern befinden. Allerdings verlinken die Betreiber von kinos.to nur auf die Inhalte, die wiederrum auf den Servern von sogenannten File-Hostern wie zum Beispiel BitShare oder Yesload liegen. Dieser Umstand macht es der GVU und der Staatsanwaltschaft dementsprechend schwierig, die Streaming-Seiten einfach direkt abschalten zu können.

Die Situation um kinos.to

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen hat bereits Ende 2011 die Ermittlungen gegen die Betreiber von kinos.to aufgenommen. Bis heute gibt es jedoch weder einen Schuldspruch noch wurde das Streaming-Portal abgeschaltet. Allerdings kam es in den vergangenen Monaten immer häufiger vor, dass kinos.to nicht erreichbar war. Anfangs gingen einige Szene-Insider davon aus, dass die GVU für diesen Umstand verantwortlich war, doch da kinos.to meist nach einigen Stunden beziehungsweise wenigen Tagen wieder erreichbar war, blieben die genauen Hintergründe im Dunklen.

Der aktuelle Stand

Derzeit ist kinos.to online und ohne Störungen zu erreichen. Doch laut den aktuellen Gerüchten arbeitet die GVU auch weiterhin im Hintergrund an der Schießung des Streaming-Portals. Angeblich stehen die Betreiber unter Beobachtung und die GVU versucht in Zusammenarbeit mit der deutschen Staatsanwaltschaft einen Gerichtsbeschluss gegen kinos.to zu erwirken. Da derzeit jedoch weder von den Betreibern von kinos.to, noch von der GVU oder der zuständigen Staatsanwaltschaft eine offizielle Stellungnahme zu den Spekulationen vorliegt, bleibt derzeit nur abzuwarten wie sich die Situation um das beliebte Streaming-Portal in naher Zukunft weiterentwicklen wird. Laut den meisten Branchen-Experten müssen die Nutzer allerdings damit rechnen, dass kinos.to möglicherweise nicht mehr lange erreichbar sein wird.

Quellen: kinos.to, gulli.com, movie4k.to

1 Kommentar
detlef lieckfeldt | 1. Nov 2013, 12:58
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ich finde es schade das solche portale angegriffen werden.selbst wenn sie für 2-3 euro monatsbeitrag es erlauben würden käme genug geld in die kassen und die gerichte könnten sich mit wichtigeren sachen beschäftigen.ich hoffe trotzdem das es kinox noch lange im netz geben wird.ich wünsche euch und allen nutzern viel glück.

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