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KINOS.TO: Nutzer machen sich strafbar, Filme angucken illegal

Urheberrechtlich geschütztes Material wie Kinofilme, über das Internet an zu bieten, zu tauschen oder herunter zu laden, ist illegal. Das ist bereits seit Jahren bekannt. So genannte Abmahn-Anwälte bitten im Namen der Filmindustrie erwischte User zur Kasse. Etwas anders sieht es bei Streams aus. Bei Streaming-Portalen wie Kinos.to werden keine kompletten Filme heruntergeladen, sondern nur kleine Datenmengen zwischengespeichert. Doch auch dies gilt nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig als illegal.

Durch die Ermittlungen und Prozesse gegen die mutmaßlichen Betreiber von Kinos.to mussten sich die zuständigen Richter zwangsläufig auch mit der Frage auseinandersetzen, ob sich die Nutzer von illegalen Filmportalen strafbar machen. Bislang galt die Nutzung von Streams als rechtliche Grauzone. Da keine kompletten Filme heruntergeladen werden und die Speicherung der Daten nur temporär erfolgt, galt es bislang als strittig, ob ein Verstoß gegen das Urheberrecht vorliegt.

KINOS.TO legal illegal
Quelle: imfdb.org

Das Amtsgericht Leipzig hat nun jedoch erklärt, dass auch die temporäre Speicherung von kleinen Film-Fragmenten, wie sie bei der Nutzung von Streams üblicherweise erfolgt, strafbar ist. Damit ist nun klar, dass auch die Nutzer von Streaming-Portalen juristisch belangt werden können. Für die Filmindustrie ist das Urteil ein großer Erfolg, denn sie sehen sich in ihrer ursprünglichen Position bestärkt. Jedem Nutzer sollte nun tatsächlich klar sein, dass er sich bei einem Besuch von Kinos.to und Co. auf dünnes Eis begibt.

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Direkte Folgen sind vorerst dennoch nicht zu erwarten. Die Ermittler müssten zunächst einmal an die Daten der User kommen, was sich im Regelfall als schwierig erweisen dürfte. So hat es auch im Falle von Kinos.to noch keine Ermittlungen gegen User gegeben. Ohne solche Ermittlungen können Abmahn-Anwälte allerdings nicht tätig werden. Ob die Entscheidung des Amtsgerichts endgültig ist, muss ebenfalls noch abgewartet werden. Das oberste Bundesgericht könnte die Meinung der Amtsrichter revidieren.

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