Kinos.to und Movie4k.to droht Sperre durch Internetprovider ab 2014

Geht es nach einem aktuellen Gutachten des Europäischen Gerichtshofes (kurz EuGH), stehen den beliebten Streaming-Portalen wie zum Beispiel kinos.to oder auch movie4k.to schwierige Zeiten bevor. Internetprovider sollen dazu verpflichtet werden illegale Streaming-Portale zu sperren.

Aus dem Gutachten des EuGH geht hervor, dass die Internetprovider bereits in naher Zukunft dazu verpflichtet werden können, die Streaming-Webseiten zu sperren. Als Grund für diese Entscheidung nannten die Verantwortlichen den Umstand, dass diese Portale absolut illegal sind und man die Nutzer davon abhalten muss diese Seiten zu besuchen.

Kinos.to und Movie4k.to Sperre

Quelle: kinos.to

Als federführend in diesem Bereich gilt der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes Pedro Cru Villalón, von dem auch das genannte Gutachten stammt. Die Provider wie unter anderen 1&1 und die Telekom sollen zukünftig gesetzlich dazu verpflichtet werden den Zugang zu allen Seiten zu sperren auf denen urheberrechtsverletzendes Material zu finden ist. Unter anderem nennt das Gutachten hier auch Seiten wie kinos.to und movie4k.to. Da die Internetprovider laut den Juristen als Vermittler gelten würden sie sich dementsprechend strafbar machen, falls sie den Zugang zu solchen illegalen Seiten auch weiterhin ermöglichen.

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Das Gutachten liegt dem Europäischen Gerichtshof derzeit bereits zur Untersuchung vor – allerdings steht das endgültige Urteil bislang noch aus. Ausschlaggebend für dieses Gutachten waren die Klagen von mehreren Filmproduktionsgesellschaften. Film-Unternehmen wollten den Provider UPC Telekabel dazu verpflichten die bekannten Streaming-Webseiten komplett zu sperren. Da der Oberste Gerichtshof in Österreich die Klage jedoch abwies, zogen die Filmgesellschaften vor den Europäischen Gerichtshof.

Laut dem Gutachten von Pedro Cru Villalón spielen das „Eigentumsrecht des Urheberrechtsinhabers, die unternehmerische Freiheit des Providers und die Freiheit der Meinungsäußerung“ eine große Rolle bei der Rechtsfindung. Da das Anbieten von urheberrechtsgeschützten Inhalten jedoch illegal ist, muss mit aller Härte dagegen vorgegangen werden. Geht es nach der Meinung von Villalón, könnten die Provider IP-Blockaden oder DNS-Sperren einrichten, die es den Nutzern deutlich erschweren solche Streaming-Portale zu besuchen. Es bleibt abzuwarten, wie der Europäische Gerichtshof entscheiden wird.

Quellen: gulli.com

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