Microsoft verklagt wegen Erstattung von Windows Kopien

In Italien kam es zu einer Sammelklage gegen sogenannte Erstausrüster-Kopien (OEMs) von Microsoft. Die Kläger gaben an, dass gebrauchte Windows Kopien nur unter erschwerten Bedingungen erstattet werden können. Oft werden sogenannte OEM-Kopien bereits im Vorfeld auf neuen PCs installiert. Dabei handelt es sich um Original-Produkte, die allerdings nicht von Microsoft sondern direkt vom Hersteller vertrieben werden.

Schaltet man einmal den neu gekauften PC an, gilt das darauf installierte Windows-Betriebssystem als „gebraucht“. Eine Erstattung ist also nicht mehr möglich. So steht es im „end user license agreement“ (EULA) von Microsoft, die man im Beipackzettel von Windows-Software findet. Genau über diese Passage der EULA kam es jetzt in Mailand zum Gerichtsstreit.

Die Gruppe der Ankläger beruft sich in ihrer Klage auf die Tatsache, dass eine im Handel erworbene Version des Windows-Systems durchaus ohne Probleme zurückgegeben werden kann. Selbständig gekaufte Windows-Kopien können nämlich dort reklamiert werden, wo sie auch gekauft wurden.

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Prinzipiell gilt dies auch für OEM-Kopien. Dies setzt aber voraus, dass sich die Nutzer einer OEM-Kopie mit ihrem Computer-Händler über die Erstattung von Windows-Software einigen müssen. Und das ging in der Vergangenheit meistens schief. Deswegen wollen die Kläger in Italien nun erreichen, dass die kritische Passage in der EULA so geändert wird, dass Kunden sich im Fall von Rückerstattungen direkt an den Hersteller der OEM und nicht an Windows wenden müssen.

Ein Microsoft-Verantwortlicher bestätigte, dass die OEM-Hersteller die richtigen Ansprechpartner für Rückerstattungen seien. Dabei bemerkte er aber, dass „die Pre-Installation eines Windows-Betriebssystems erfahrungsgemäß die benutzerfreundlichste Variante bei neuerworbenen PCs ist“. Vor zwölf Jahren gab es einen ähnlichen Fall. Damals wollte eine Gruppe von Linux-Usern in der Microsoft-Zentrale in Silicon Valley eine Rückerstattung ihres Windows-Betriebssystems einfordern. Daraufhin verwies Microsoft die Linux-Aktivisten an die Hersteller ihrer Computer. Diese seien schließlich für die Lizensierung des Betriebssystems verantwortlich.

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