Musiker wollen allgemeine Filesharing-Gebühr von 5,20 Euro

Kanadische Songwriter haben nun eine neue Lösung in der Filesharing-Diskussion vorgeschlagen. Zur Diskussion steht eine Art Sharing-Flatrate zum Preis von 10 kanadischen Dollar pro Monat. Umgerechnet sind dies etwa 5,20 Euro. Das Modell sieht vor, dass der unbegrenzte Tausch von Musik über das Internet im Gegenzug freigegeben wird.

Ein neuer Vorschlag aus Kanada bringt Schwung in die Filesharing-Diskussion. Vorgeschlagen wird eine Art Sharing-Flatrate. Für rund 10 kanadische Dollar, also etwa 5,20 Euro pro Monat, sollen alle Internet-User unbegrenzt Songs über das Internet tauschen können, ohne Furcht vor juristischen Konsequenzen. Der Vorschlag kommt dabei nicht aus der Ecke der Filesharer. Vielmehr ist es der Verband der kanadischen Songwriter, der auf diesem Weg eine einvernehmliche Lösung erzielen möchte.

Die Abrechnung der Sharing-Flatrate könnte über die Internet-Provider ablaufen. Würde das Vorhaben in die Tat umgesetzt und von allen Usern genutzt werden, könnten so pro Jahr alleine in Kanada knapp 620 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Der Verband ist bekannt für seine kreativen Vorschläge. Bereits im Jahr 2007 gab es den Vorschlag eine Art Download-Steuer einzuführen, die von den Internet-Providern zu zahlen sein sollte, um den Schaden durch Downloads zu begleichen. Seinerzeit scheiterte der Vorschlag.

Der Verband nimmt in Kanada eine ähnliche Stellung ein wie die GEMA in Deutschland. So werden auch in Kanada Gebühren fällig, wenn Musik in öffentlichen Gebäuden, Geschäften oder Arztpraxen gespielt wird. Nach Ansicht des Verbandspräsidenten könnte durch eine Sharing-Flatrate eine ähnliche Lizenzierung erfolgen – ohne dass überhaupt Gesetzesänderungen nötig würden. Völlig ungeklärt ist jedoch noch, ob die großen Plattenfirmen einem solchen Modell zustimmen würden. Bis zu einer Einigung ist es so noch ein langer Weg, auch in Kanada.

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Quelle: windsorstar.com

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