Neue PS3 Firmware prüft PlayStation auf Homebrew-Software

Immer energischer gehen Hersteller gegen Hacker und Raubkopierer vor und verlieren nicht selten den Überblick, ob sie ihren eigenen Kunden schaden. So zieht auch Sony die Notbremse, nachdem auf einem Hackerkongress des Chaos Computer Clubs eine Gruppierung behauptet, das PS3 System geknackt zu haben. Ein fragwürdiges Rootkit soll nun Abhilfe schaffen, doch stellt sich die Frage, ob das wirklich hilft.

Laut der Szenewebsite „Jailbreak Scene“ hat Hacker Mathieu Hervais, in entsprechenden Kreisen auch „Mathieulh“ genannt, die aktuelle PS 3-Firmware genauer unter die Lupe genommen und dabei etwas gefunden, was gerade ehrliche Spieler eher unglücklich machen dürfte. Ein Trojaner, eine Art verstecktes Zusatzprogramm, welches Sony die Möglichkeit offen hält, eigenen Code auf der Konsole auszuführen.

Playstation 3 Schräkfrontal ansicht

Quelle: playstation.com

Das Unternehmen könnte mit dieser Hintertür das heimische Spielesystem auf Fremd-Software (auch Homebrew-Software genannt) durchsuchen und installierte Daten prüfen, sobald es mit dem Internet verbunden ist. Zusätzlich sollen so Dateien modifiziert oder gelöscht, oder gar neue Firmware installiert werden können. Ohne Zustimmung des Users. Dieser konnte bislang selbst bestimmen, ob er seine PS3 auf den neusten Stand bringen will oder nicht. Gerade in Zeiten von Datenschutzdiskussionen ist dies ein Schritt in die falsche Richtung, denn welcher ehrliche Nutzer möchte schon, dass Sony unbeschränkten Zugriff auf das eigene Spielgerät hat.

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Mathieu erläutert weiter, dass es zwar möglich wäre dieses Rootkit, durch eine selbst angepasste Firmware zu löschen, jedoch würde dies beim Einloggen in das PlayStation Network sofort auffliegen. Eine Sperrung des Users wäre somit die Folge. Bisher ist ein solcher Fall noch nicht veröffentlicht worden, woraus Mathieu schließt, dass Sony diese Funktion noch nicht genutzt hat.

Quelle: jailbreakscene.com

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