Rekord für illegale Musik-Downloads: 1.2 Milliarden in 2010

Auf insgesamt 39 Seiten hat die British Phonographic Industry (BPI) die legale und illegale Download-Szene in Großbritannien unter die Lupe genommen. Obwohl der Markt für legale Downloads weiter wächst, stellt die wachsende Anzahl an illegalen Downloads eine zunehmende Gefahr für die gesamte Musikindustrie in Großbritannien dar. So stehen 370 Millionen legalen Downloads, 1,2 Milliarden illegale Downloads gegenüber.

Die British Phonographic Industry (BPI) hat in einer großen Studie den Online Musikmarkt in Großbritannien untersucht. Dabei sind interessante Zahlen zu illegalen Musikdownloads zu Tage gekommen. So hat die BPI ermittelt, dass im Jahr 2010 allein in Großbritannien mehr als 1,2 Milliarden Songs illegal heruntergeladen wurden. Demgegenüber steht eine Zahl von nur 370 Millionen legaler Downloads. Obwohl der legale Markt also weiter wächst, stellt die zunehmende Anzahl illegaler Downloads eine große Gefahr für die Musikindustrie dar.

Nie zuvor war die Anzahl illegaler Downloads in Großbritannien so hoch, wie im Jahr 2010. Und dies, obwohl es in Großbritannien insgesamt 67 legale Musik-Stores im Internet gibt, die Angebote für jeden Geschmack und Geldbeutel bereithalten. Hierunter finden sich auch Flatrate-Anbieter und Streaming-Dienste. Die Anbieter-Auswahl ist damit in Großbritannien größer als in allen anderen Ländern Europas. In Deutschland liegt die Anzahl der Anbieter laut BPI bei 42. Zum Vergleich: In den USA stehen den Usern nur 20 verschiedene Anbieter zur Auswahl.

Dennoch sollen allein Großbritannien rund 7,7 Millionen User illegal Musik heruntergeladen haben. Trotz steigender Verkaufszahlen der legalen Anbieter, kann sich die Musikindustrie daher nicht erholen. Im gleichen Maße wie legale Downloads steigen, steigt auch die Anzahl illegaler Downloads. Ein Patentrezept gegen illegale Downloads scheint weiter nicht in Sicht zu sein. Der Schaden wird für die britische Musikindustrie allein im Diesen Jahr auf rund 250 Millionen Euro geschätzt.

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