Noten und Liedbuch ohne Gema-Gebühr zu Weihnachten für Kitas und Schulen

Der Verein Musikpiraten e.V. hat eigentlich nur Gutes im Sinn. Die Musikpiraten starteten eine Aktion, die es Kindergärten und Vorschulen ermöglichen soll kostenfrei Noten für Weihnachtslieder unter den Kindern verteilen zu dürfen. Herausgekommen ist nun ein Liedbuch für Weihnachten unter Creative Commons Lizenz.

Das Urheberrecht ist immer und überall präsent. Dies gilt auch für die Vorweihnachtszeit. So dürfen Liedbücher mit Texten und Noten von Weihnachtsliedern nicht frei kopiert und zum Beispiel in Kindergärten oder Vorschulen an Kinder verteilt werden. Normalerweise wird für das Erstellen von Kopien der Noten eine Gebühr von der GEMA verlangt. Der Verein Musikpiraten e.V. machte es sich nun zur Aufgabe eine freie Liedsammlung für Weihnachtslieder, die älter als 70 Jahre sind und somit nicht zwangsweise geschützt sind, zu veröffentlichen.

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Quelle: wikipedia.org | Kay , preisgenau.de

Entstanden ist so ein Liedbuch mit Texten und Noten für insgesamt 26 bekannte Weihnachtslieder. Das gesamte Projekt unterliegt der Creative Commons Lizenzierung. Daher dürfen die Weihnachtslieder frei kopiert und an Kinder verteilt werden. Insgesamt waren neun Mitarbeiter an dem Projekt beteiligt. Sie haben alte Klassiker wie „Alle Jahre wieder“ neu zu Papier gebracht und als PDF zum Download zur Verfügung gestellt. Neben Liedern aus Deutschland, sind auch Stücke aus Österreich und in englischer Sprache enthalten.

Bezahlte Umfragen

Greifen Schulen und Kindergärten auf konventionelles Notenmaterial zurück, werden Gebühren in Höhe von 50 bis 60 Euro für das Verteilen von 500 Kopien pro Jahr fällig. Mit der Liedsammlung des Musikpiraten e.V. wird dieser Gebührenzwang und auch die Begrenzung auf 500 Kopien umgangen. Die Noten und Texte können beliebig oft vervielfältigt und auch verändert werden. Für eine stimmungsvolle Vorweihnachtszeit an deutschen Schulen und Kindergärten ist so gesorgt.

2 Kommentare
Rosemarie K. | 19. Dez 2010, 13:45
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Ich sehe das von der GEMA nur als Geldschneiderei.Immer wieder werden neue immer verücktere Zahlungen für den Bürger fällig .Nun machen sich die Eltern noch Strafbar,wenn sie Kopien aus Liederbüchern an die Kita weitergeben.Kinder dürfen ihre Weihnachtslieder nicht mehr ohne Lizenz singen.Wo leben wir eigentlich.Müssen jetzt private Sing und Musikvereine nun Angst vor der Verfolgung der GEMA haben.Oder wenn ich in der Öffentlchkeit,ein Lied von einen noch Lebenden Interpret singe,muß ich dan zahlen?

admin | 19. Dez 2010, 16:07
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@Rosemarie: Hi, die meisten Kitas wissen ja um das Problem und stimmen sich mit der Gema ab. Die GEMA ist trotz aller Kritik, meiner Meinung nach, eine sinnvolle Institution, die ja den Schutz von Musikern im Auge hat. Die Gebühren, die erhoben werden, sollen ja den Musikern zu Gute kommen. Natürlich kann über das Für und Wieder solcher Gebühren bei Weihnachtsliedern diskutieren. Hier wirkt das Ganze schon etwas übertrieben, aber wo soll man die Grenze ziehen?

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