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Office 2010 lässt Nutzern Wahl zwischen Standard-Dateiformat OOXML und ODF

Mit einem neuen Dialogfeld überlässt Microsoft Nutzern seiner Office-Programme künftig die Wahl, ob sie als Speicherformat OOXML oder ODF verwenden wollen.

So wie bei der Wahl des Web Browsers in Zukunft nicht mehr der Internet Explorer von Anfang an der Standardbrowser unter Windows sein wird, bekommen die Anwender bei Office 2010 die Wahl, welches Speicherformat sie für ihre Dokumente verwenden möchten. Das können die Anwender sogar für jede Office-Anwendung einzeln festlegen.

Office 2010
Quelle: microsoft.com

Die Anwender legen beim ersten Start einer Office 2010-Anwendung fest, ob sie lieber das Office Open XML (OOXML) Format von Microsoft oder das freie Open Document Format (ODF) wollen. Darauf kommt es vor allem dann an, wenn Dateien mit Nutzern anderer Office-Pakete wie beispielsweise OpenOffice.org ausgetauscht werden.

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Ganz freiwillig hat sich Microsoft zu diesem Schritt nicht entschlossen, vielmehr beugt sich der Softwarekonzern der Vorgaben der EU. Das beim neuen Release Candidate von Office 2010 erstmals gesichtete Auswahlfenster muss eventuell noch überarbeitet werden.

Gegenüber der Webseite neowin.net kritisierte Marino Marcich von der ODF Alliance, die Informationstexte der Auswahlbox seien nicht neutral genug formuliert und mit der Reihenfolge bevorzuge Microsoft sein eigenes Speicherformat OOXML. Es werden tatsächlich nur die Nachteile für den Anwender genannt, wenn er sich für das freie Format ODF entscheidet, keine Vorteile.

Zudem steht OOXML von Microsoft an erster Stelle, was großen Einfluss darauf haben dürfte, wie sich die Office-Anwender entscheiden. Bei der Auswahlbox für die Web Browser ist Microsoft inzwischen bereit, die Reihenfolge der zur Auswahl stehenden Browser jeweils zufällig zu wählen, um keinen Hersteller zu benachteiligen.

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