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Oslo Attentäter nutzte Modern Warfare 2 als Trainingssimulation für seine Tat

Nach dem tragischen Amoklauf eines 32-jährigen am vergangenen Freitag in Norwegen, versuchen die Behörden die Gründe für die Tat zu ermitteln. Über 90 Menschen kamen bei den Anschlägen ums Leben, und die Ermittlungen tragen nun bereits erste Früchte. So kam unter anderem ans Licht, dass der Attentäter das Videospiel „Call of Duty: Modern Warfare 2“ als Trainingssimulation genutzt habe. Dies erläuterte der Verdächtige selbst, in einem von ihm verfassten 1516-seitigen Schriftstück, welches er auf Facebook verbreitet hat.

Am 22. Juli 2011 explodiert eine Autobombe vor einem Regierungsgebäude, kurz darauf werden zig Menschen auf der norwegischen Insel Utøya nahezu hingerichtet. Die traurige Bilanz: über 90 Tote, und einige weitere Personen schweben noch in Lebensgefahr. Der 32-jährige Anders Behring Breivik steht im Verdacht alleinig für die Taten verantwortlich zu sein, ein Teilgeständnis hat er bereits abgelegt. Nun haben die Hintergrundermittlungen ergeben, dass der mutmaßliche Täter mit rechtsextremistischem Gedankengut ein von ihm angefertigtes, 1516-seitiges Schriftstück auf Facebook veröffentlicht hat.

CoD Modern Warfare 2 kampf
Quelle: infinityward.com

Das „Werk“ trägt den Titel „2083. Eine europäische Unabhängigkeitserklärung“, und erläutert die politischen und sozialen Gedankengänge des Täters, sowie die geplante Tat am 22. Juli. Neun Jahre Arbeit und vermutlich mehr als 300.000 Euro investierte der Mann in seine Texte. Dort beschreibt er, wie seiner Ansicht nach Europa durch Marxismus und Islamisierung untergeht, und er seine Tat zwar als grausam ansieht, sie jedoch notwendig wäre.

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Das leidige Medienthema „Killerspiele“ wird nun also ein weiteres Mal behandelt werden, denn innerhalb seiner Zeilen erläutert Breivik, wie sehr er vom Videospiel „Call of Duty: Modern Warfare 2“ angetan war. Er lobt das Spiel als derzeit beste Militärsimulation, und vor allem den Multiplayer-Modus habe er genossen. Laut eigenen Aussagen nutzte er MW2 als Trainingssimulation für seine Tat. Die Zeilen bezüglich des Videospiels stellen allerdings nur einen Bruchteil des über 1500 Seiten starken Manifestes dar.

Quellen: sueddeutsche.de, kotaku.com

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1 Kommentar
einGamer | 26. Jul 2011, 17:34
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wie absurd ist diese ewige Diskussion über die Schuld der sogenannten Killerspiele an solchen fürchterlichen gedanklichen Verwicklungen eines offensichtlich wahnsinnigen Mörders. Dieser Mann wäre genau so abgedreht auch ohne jegliche Existenz von Videospielen, denn ich denke, wenn man als Täter sowieso den Vorsatz hat, eine solch krasse Tat durchzuführen, braucht es kein Videospiel als Auslöser. Möglicherweise ist in dem Täter der Gedanke für den Amoklauf schon im Kindesalter beim Räuber und Gendarm spielen mit Plastikpistolen aufgekeimt. Was ich damit sagen will ist, man müßte 99,99% aller Menschen, die den technischen Fortschritt im Breich Viedeospiel im positiven Sinne genießen, die Freude nehmen, indem die wirklich guten Spiele kastriert oder verboten werden, nur wegen dem 0,01% aller Spieler, die nicht mehr Realität von Fiktion unterscheiden können oder sowieso andere Sachen vorhaben. Oder wenn es keine Videospiele gäbe, würde so ein Täter sich eben tausendmal hintereinander einen guten alten „Rambo“ film reinziehen um sich anzuheizen. Es ist o.k. , wenn ein Viedeospiel mit hartem Inhalt nicht für Menschen unter 18Jahre freigegeben wird und das auch streng kontrolliert wird, aber man soll allen Erwachsenen wenigstens weiter erlauben ihre halbwegs geschnittenen Viedeogames weiter zu spielen.

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