Patentkrieg zwischen Apple vs. Samsung: Was genau hinter dem Rechtsstreit steckt

Seit einigen Monaten streiten sich Apple und Samsung vor internationalen Gerichten. Beide Konzerne werfen sich gegenseitig vor, Patente des anderen verletzt zu haben. Mittlerweile ist die Gesamtsituation durchaus unübersichtlich geworden. Was genau hinter dem Rechtsstreit steckt und wie die Situation aktuell aussieht, erklären wir daher hier.

Die Streitigkeiten zwischen Apple und Samsung begannen im April diesen Jahres. Den Stein ins Rollen brachte Apple. Vor einem US-amerikanischen Gericht verklagte Apple den südkoreanischen Hersteller wegen zahlreicher Smartphones und Tablets mit Android Betriebssystem. Auf internationaler Ebene begann der Patentkrieg allerdings durch Klagen von Samsung. Der südkoreanische Hersteller wollte sich so gegen die Vorwürfe Apples wehren. Samsung wirft Apple technische Vergehen vor. Der Konzern aus Cupertino soll bei seinen Produkten Patente aus dem Mobilfunkbereich verletzen, die Samsung gehören.

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Quelle: preisgenau.de

In der Praxis eskalierte die Situation hierdurch jedoch. Denn: Apple erwiderte die Klagen nun ebenfalls auf internationaler Ebene. Beide Konzerne fordern einen Verkaufsstopp für die betroffenen Produkte des anderen Herstellers. Das Paradoxe: Eigentlich sind Apple und Samsung Partner. Jährlich zahlt Apple Milliarden von Euro an Samsung und erhält hierfür wichtige Bauteile für iPhone, iPod und iPad. Dennoch wirft der Konzern aus Cupertino Samsung vor zahlreiche Ideen in seinen Produkten missbräuchlich verwendet zu haben. Dabei geht es weniger um technische Patente, sondern vielmehr um Optik, Haptik, Erscheinungsbild und Usability.

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Auch das Android Betriebssysteme spielt in den Auseinandersetzungen zwischen Apple und Samsung bislang keine Rolle. Momentan scheint Apple als Sieger aus den juristischen Auseinandersetzungen hervorgehen zu können. Zumindest in Teilen Europas konnten der Verkauf bzw. die Auslieferung einiger Samsung Modelle verhindert werden. Ein Ende des Streits ist damit allerdings noch nicht in Sicht – er könnte noch Monate oder Jahre dauern, bei ungewissem Ausgang.

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