Review: CoD 6: Modern Warfare 2 im Test

Mit Call of Duty 6: Modern Warfare 2 haben die Entwickler von Infinity Ward das Ego-Shooter-Genre aufgemischt und die Messlatte für künftige Spiele aus diesem Bereich ziemlich hoch gelegt. CoD 6 hat bereits viele Gamer in seinen Bann gezogen, und die Sittenwächter dazu gebracht, das Spiel zu indizieren und als bedenklich einzustufen. Dieser Umstand allein sorgt natürlich für Interesse bei den Spielern und Shooter-Fans, doch kann Call of Duty 6: Modern Warfare 2 auch das halten, was die Zahlen und Fakten versprechen? Wir widmen uns dem sechsten Teil der CoD-Reihe in einem ausführlichen Review.

200 Millionen Dollar war es dem Publisher Activision wert, Call of Duty 6: Modern Warfare 2 entwickeln zu lassen. Eine schier unglaubliche Zahl, bedenkt man, dass selbst Hollywood-Blockbuster günstiger sind. Doch allein ein kurzer Blick ins Spielgeschehen zeigt, dass selbst diese Summe gerechtfertigt ist.

CoD 6: Modern Warfare 2

Quelle: activision.com

CoD 6 gilt als eines der brutalsten Spiele aus dem Ego-Shooter Bereich und sorgte bis jetzt immer wieder für Aufregung. Der Grund dafür ist der sogenannte Skandallevel, in dem massenhaft Zivilisten erschossen werden und den Moskauer Flughafen in ein Schlachthaus verwandeln. Doch bietet Call of Duty 6: Modern Warfare 2 vieles mehr.

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Story

Die Handlung von Call of Duty 6: Modern Warfare 2 spielt fünf Jahre nach dem Vorgänger CoD 4. Der Spieler schlüpft anfangs in die Rolle des US-Soldaten Joseph Allen und beginnt das in drei Akte unterteilte Abenteuer im umkämpften Afghanistan. Doch das ist erst der Anfang, denn nach kurzer Zeit wird man auf einen Spezial-Undercover-Einsatz geschickt, um die Terror-Organisation des Gangsters Vladimir Makarov zu infiltrieren. Der Plan misslingt und durch den gelungenen Anschlag am Flughafen von Moskau bahnt sich nun ein Krieg zwischen Russland und den Vereinigten Staaten an.

Modern Warfare 2 - Kein Russisch

Quelle: activision.com

Die Russen beginnen eine Invasion an der Ostküste der USA und der Spieler, jetzt in der Rolle des Private James Ramirez, muss die US-Hauptstadt Washington verteidigen. Im weiteren Handlungsstrang von Call of Duty 6: Modern Warfare 2  versucht eine Spezialeinheit durch die Unterstützung des Spielers weiterhin den Ober-Terroristen Makarov zu ergreifen. Das Ende wird vor allem die Spieler des Vorgängers überraschen, doch wollen wir hier nicht zu viel verraten.

Spielwelt

Was die Spielwelt bei Call of Duty 6: Modern Warfare 2 angeht, bekommt der Spieler einiges geboten. Zu erst ist sicherlich die imposante Grafik zu erwähnen. Ob man sich durch die Straßen von Rio de Janeiro kämpft oder in einer Militärbasis in Kasachstan für Ordnung sorgt, die bildgewaltigen Szenen bieten viel Abwechslung und sorgen des Öfteren für einen Wow-Effekt.

Call of Duty 6

Quelle: activision.com

Neben den erwähnten Schauplätzen verschlägt es den Spieler in verschiedenen Charakter-Rollen auch nach Afghanistan, in den Kaukasus und an einige Orte in den USA. Die einzelnen Mission-Maps und auch die Multiplayer-Karten zeigen, dass sich der Aufwand der Entwickler gelohnt hat, denn Call of Duty 6: Modern Warfare 2 zeigt eine virtuelle und doch sehr realistische Welt, die es in sich hat.

Charaktere

Bei Call of Duty 6: Modern Warfare 2 wird es, was die Charakterauswahl angeht, nie langweilig. Fast jede der insgesamt 18 Missionen bestreitet man mit einem anderen Charakter. Beginnt man das Spiel noch als Joseph Allen, schlüpft man im späteren Spielverlauf in die Rolle des aus dem Vorgänger bekannten „Soap“ MacTavish.

Modern Warfare 2

Quelle: activision.com

Mit dem bereits erwähnten James Ramirez verteidigt der Spieler bei Call of Duty 6: Modern Warfare 2 die Hauptstadt der USA und als Gary Sanderson führen die Wege des Spielers nach Russland und Brasilien. Effektiv gesehen, gehören alle Charaktere zwar den US-Streitkräften und Spezialeinheiten der Armee an, doch die unterschiedlichen Aufträge und vor allem die verschiedenen Schauplätze verhindern, dass sich ein Charakter wie der andere spielt.

Gameplay

Das Gameplay bei Call of Duty 6: Modern Warfare 2 ist ein zweischneidiges Schwert. Das Negative zuerst: in einigen Missionen, bei denen man sich unentdeckt durch die Szenerie schleichen muss, leidet die Spielfreiheit. Der Spieler wird, wie an einem roten Faden, durch die Missionskarte geführt und ist ziemlich eingeschränkt, was den Aktionsradius angeht.

Modern Warfare 2 im Test

Quelle: activision.com

Hinzu kommt, dass die Hauptstory durch kurze Missionsbeschreibungen in Form von kleinen Zwischensequenzen im weiteren Verlauf schwer mit zu verfolgen ist. Und auch der Schwierigkeitsgrad wirkt zum Teil unausgeglichen. Spaziert man bei Call of Duty 6: Modern Warfare 2 in der einen Mission ziemlich leicht zum Ziel, sorgt in anderen Spielabschnitten bereits der Beginn für eine fast unlösbare Aufgabe. Neu ist beim sechsten Teil der CoD-Reihe, dass man zwei Waffen gleichzeitig führen kann und auch der sogenannte Riot Shield kommt hier zum ersten Mal zum Einsatz.

Haupt- und Nebenmissionen

Die Missionen sind bei Call of Duty 6: Modern Warfare 2 in drei Akte aufgeteilt, fünf im ersten, sechs im zweiten und sieben im dritten Akt. Alle 18 Karten sind komplett unterschiedlich aufgebaut, auch wenn mehrere Missionen beispielsweise in Washington spielen. Da sich die Story über alle drei Akte ausbreitet, kann man sagen, dass es keine wirklichen Nebenmissionen zu erfüllen gibt.

Cod 6 Review

Quelle: activision.com

Einige mögen das schade finden, doch die Intensivität von  Call of Duty 6: Modern Warfare 2 würde durch Mini-Aufträge eher geschmälert. Auf den einzelnen Maps gilt es, die vorgegebenen Aufträge zu erfüllen und bestimmte Missionsziele zu erreichen. Hat man diese abgearbeitet, folgt auch schon die nächste Mission. Klingt vielleicht einfach, doch die meisten Karten und auf viele der Aufträge haben es wirklich in sich und verlangen dem Spieler einiges ab.

Single -und Multi-Player

Der Singleplayer-Modus in Call of Duty 6: Modern Warfare 2 in beschränkt sich auf die 18 Missionen in den angesprochenen drei Akten. Wer die Kampagne durchgespielt hat, auf den warten im Multiplayer-Bereich weitere spannende Aufgaben. Zum einen bietet Call of Duty 6: Modern Warfare 2 einen Kooperations-Modus, der entweder per Split-Screen oder Online gespielt werden kann.

CoD 6: Modern Warfare 2 Multiplayer

Quelle: activision.com

Hier geht man zu zweit nochmals auf die Jagd nach dem Terroristen-Chef, und obwohl die gleichen Regionen wie im Einzelspieler-Modus zum Einsatz kommen, bietet der Koop-Modus viel Abwechslung durch einen Mitspieler an der Seite. Was den Mehrspieler-Bereich angeht, wird den Spielern einiges geboten. Wie bereits im Vorgänger von Call of Duty 6: Modern Warfare 2, kann man Erfahrungspunkte sammeln und je nach Rang neue Eigenschaften, Waffen und Ausrüstung freischalten. Wichtig zu erwähnen ist, dass es bei CoD 6 keine dedizierten Server gibt, sondern jeweils ein Rechner einer der Mitspieler als Server fungiert.

Grafik -und Systemanforderungen

Auch wenn bei Call of Duty 6: Modern Warfare 2 im Grunde die gleiche Grafik-Engine wie im Vorgänger zum Einsatz kommt, kann man, was die Grafik angeht, wenig Vergleiche ziehen. Die Performance wurde deutlich erhöht und so wirkt der sechste Teil der CoD-Reihe einfach hochwertiger und optisch besser. Hinzu kommt die Detailverliebtheit der Entwickler, die das Spiel noch weiter aufwerten.

Modern Warfare 2 Grafik

Quelle: forum-3dcenter.org

Doch all diese grafischen Leckerbissen benötigen, zumindest was die PC-Version angeht, eine Menge an Rechner-Kapazitäten. Was die CPU-Leistung angeht, sind 3 GHz bereits das Minimum. Ein, oder besser zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und eine Grafikkarte mit mindestens 265 Megabyte Grafikspeicher runden den Hardwarehunger von Call of Duty 6: Modern Warfare 2 ab. Dazu benötigt der Shooter runde 16 Gigabyte Platz auf der Festplatte.

Plattformen

Call of Duty 6: Modern Warfare 2 ist, neben der Version für den PC, auch für die Konsolen Playstation 3 und Xbox 360 erhältlich. Auch hier besticht CoD 6 durch seine brillante Optik. Was den Multiplayer-Part angeht und auch die restliche Story, gibt es natürlich keine Abänderungen. Zu den beiden Konsolen-Varianten kommt eine Handheld-Version für den Nintendo DS. Was überrascht: selbst auf der tragbaren Spielekonsole von Nintendo macht Call of Duty 6: Modern Warfare 2 einen guten Eindruck, nur die Steuerung ist leicht gewöhnungsbedürftig.

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