Sind Kinos.to und Movie4k.to legal oder illegal in Deutschland?

Ist die Nutzung der sogenannten Streaming-Portale wie movie4k.to oder kinos.to illegal? Diese Frage beschäftigt bereits seit einiger Zeit sowohl die Nutzer als auch die deutsche Justiz. Bislang gibt es, trotz einiger Versuche der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (kurz GVU) noch keine klar definierten Gesetze, so dass sich die Nutzer in einer Art rechtlichen Grauzone bewegen.

Die Frage ob die Nutzung der Streaming-Webseiten kinos.to, movie4k.to und Co, illegal ist, steht mittlerweile seit dem Jahr 2011 im Raum. Damals sorgte die GVU in Kooperation mit der deutschen Staatsanwaltschaft bekanntlich dafür, dass das Portal vom Netz genommen wurde und einige der Betreiber hinter Gittern landeten. Vor einigen Monaten schlugen die deutschen Behörden dann erneut zu. Dieses Mal traf es die Streaming-Webseite movie2k.to.

Kinos.to und Movie4k.to legal oder illegal

Quelle: youtube.com

Doch bereits nach wenigen Tagen tauchte mit movie4k.to der designierte Nachfolger auf. Sowohl movie4k.to als auch kinos.to sind bislang jedoch noch immer online – und werden es wohl auch noch eine Zeit lang bleiben. Allerdings gibt es einige wichtige Dinge, die man als Nutzer beachten sollte – denn neben möglichen rechtlichen Konsequenzen drohen noch ganz andere Gefahren.

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Die aktuelle Rechtslage als Nutzer der Streaming-Portale

Da man sich die urheberrechtlich geschützten Filme und Serien ausschließlich per Stream und direkt im Browser anschaut und die Inhalte nicht herunterlädt, bewegt man sich zum aktuellen Zeitpunkt zwar in einer Art rechtlichen Grauzone, handelt nach geltendem Recht jedoch nicht illegal.

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Allerdings gilt es hier zwischen straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen zu unterscheiden. Derzeit müssen die Nutzer nicht damit rechnen strafrechtlich, also von dem Staat selbst angeklagt zu werden.

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Von Privatpersonen (also zivilrechtlich) könnte man hingegen schon belangt werden, wenn beispielsweise einer der Rechteinhaber klagt. Doch erschwert der Datenschutz es dem Verwertungsberechtigten gegen einzelne Nutzer vorgehen zu können. Um dem vorzubeugen sollte man darauf achten, um welche Streaming-Form es sich genau handelt.

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Werden die Inhalte nur vorrübergehend in dem temporären Systemordner zwischengespeichert, ist man auf der sicheren Seite. Es kann jedoch nicht schaden, wenn man diesen Ordner nach einem Neustart des Computers überprüft und alle Daten sofort löscht, die eventuell noch dort zu finden sind.

Die aktuelle Rechtslage als Betreiber von Streaming-Portalen

Laut geltender Rechtsprechung ist der Film-Upload, also die Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Inhalten illegal und untersagt. Jegliche Inhalte dürfen der Öffentlichkeit nur dann zugänglich gemacht werden, wenn eine offizielle Erlaubnis des Inhabers vorliegt. Viele der Streaming-Portale wie kinos.to und movie4k.to hosten die Filme jedoch nicht selbst, sondern verlinken nur zu den Hostern auf dessen Server diese Inhalte liegen. Doch laut der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen ist die Bereitstellung einer solchen Linksammlung ebenfalls illegal.

Der Gründer von kinos.to wurde daher zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Betreiber von movie4k.to hosten ihre Webseite allerdings bei einem Anbieter auf den Jungferninseln und sind so deutlich schwerer zu identifizieren. Allerdings gehen Experten davon aus, dass die GVU die Betreiber auch weiterhin verfolgen wird um movie4k.to endgültig vom Netz nehmen zu können.

Streaming – ein Fazit

Für alle Nutzer, die sich gerne Filme, Serien oder Dokumentationen online per Stream anschauen gilt: verboten ist es zur Zeit zwar nicht, doch da man sich in einer Grauzone bewegt sollte man sich vielleicht doch besser nach legalen Alternativen umschauen. Derzeit mag man als Privatnutzer zwar nicht wirklich juristisch angreifbar sein, doch Gesetze können sich schnell ändern ohne das man etwas davon mitbekommt. Darüber hinaus sollte man bedenken, dass man durch die Nutzung der Streaming-Portale einem ganzen Industriezweig schadet. Im Endeffekt muss jeder selber wissen, was er tut – und mit den möglichen Konsequenzen leben können, die auf Grund dieser Nutzung entstehen können.

Quellen: movie4k.to, kinos.to, gulli.com

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