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Stellt sich die Porno-Industrie auf 3D Filme ein?

Die Aufregung rund um das Thema 3D TV auf der International Consumer Electronics Show (CES) scheint keinen Einfluss auf die AVN Adult Entertainment Expo zu haben, die zur gleichen Zeit stattfindet.

In den 1980er Jahren gab es den VHS-Boom, dann den Satelliten-Wahn in den 90er Jahren, und 2010 wird das 3D Fernsehen die heimischen Wohnzimmer erobern. Trotz der Tatsache, das die Porno-Industrie oft eine Vorreiterrolle bei neuen Video Technologien spielt, hält sie beim Thema 3D Home Entertainment auffallend zurück. Unterhaltungselektronik-Riesen wie Sony und Samsung präsentierten dagegen auf der CES eine Reihe von neuen ultra-dünnen 3D HD-TV Fernsehern und Blu-Ray Player, die noch in diesem Jahr erscheinen sollen.

Aufgrund der geringen Verbreitung von 3D Fernsehern und 3D Brillen, ist der Umsatz mit 3D Filmen relativ gering. Adult Filmemacher arbeiten in der Regel mit einem sehr viel kleineren Budget als große Hollywood Studios, so das die Herstellung von 3D Filmen in der Regel ein finanzielles Risiko ist.

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Laut einem Hustler Sprecher, gibt es derzeit noch keine Marktdurchdringung von 3D Fernsehern. Der Erfolg von 3D Filmen wie James Cameron’s Avatar, der bereits einer der Top 2 erfolgreichsten Filme aller Zeiten ist und mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar Umsatz eingespielt hat, wird in absehbarer Zeit nicht von der Adult-Industrie wiederholt werden können.

3D Filme kosten im Durchschnitt viel mehr als herkömmliche Filme und sind damit derzeit einfach zu teuer, um sich am Markt erfolgreich behaupten zu können. Ali Joone, Gründer von Digital Playground sagte, das 3D Filme etwa 30 Prozent mehr kosten als herkömmliche Adult Filme, die zwischen 25.000 und 40.000 Dollar erfordern.

Einer der ersten 3D Filme für Erwachsene war der 1969 Soft-Core-Film „Die Stewardessen“. Es wurde einer der profitabelsten 3D Filme überhaupt, kostete nur 100.000 Dollar und spielte 27 Millionen Dollar ein. Bisher sind keine weiteren nennenswerten 3D Filme für Erwachsene produziert wurden. BadGirls in 3D stellte allerdings auf der AVN Adult Entertainment Expo einen neuen 3D Fernseher mit entsprechender 3D Film-Flatrate vor und versucht sich damit als erster Anbieter am Markt zu behaupten.

Das System kostet saftige 3999 Dollar und beinhaltet einen 60-Zoll Mitsubishi 3D-ready HD TV, einen kleinen Computer und zwei Paar 3D-Brillen. Weitere Gläser kosten bis zu 125 Dollar und die Flatrate ca. 19,95 pro Monat.

Mehrere große Elektronik-Marken haben auf der diesjährigen CES ihre neuen 3D-ready HD Fernseher vorgestellt und hoffen darauf, das 2010 den großen Durchbruch im Home Entertainment Markt bringt. LG Electronics aus Südkorea glaubt das 2010 mehr als 400.000 3D Fernseher und 2011 mehr als 3,4 Millionen verkauft werden.

Je mehr 3D-Fernseher gekauft werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass Content-Anbieter eine breite Palette an 3D-Unterhaltung produzieren. Während 3D auf großen Fernsehern und in Kinos eine 3D Brille erfordert, wird es in absehbarer Zukunft Gläser-freier Technologien für kleine Bildschirme geben, z. B. die Wazabee 3DeeShell für das iPhone 3G. Das anschauen von 3D Filmen ohne entsprechende Brille ist barrierefreier und der Schlüssel zum Durchbruch der neuen Technologie.

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