Steuertricks 2010: Wie Google legal Milliarden Euro spart

Steuern: Jeder zahlt sie, keiner mag sie. Auch Unternehmen geht dies nicht anders. Doch große Unternehmen wissen sich zu wehren. Mit legalen Steuertricks zahlen sie so wenig wir möglich. Ein Musterbeispiel: Google. Durch internationale Transaktionen spart der Konzern jedes Jahr Milliarden von Euro – legal, versteht sich.

Google hat sich in den vergangenen Jahren ein internationales Netzwerk von Unternehmen aufgebaut. Nicht alle dieser Zweigniederlassungen haben einen Zweck, der auf den ersten Blick ersichtlich ist. Betrachtet man jedoch die Finanzströme, die zwischen den einzelnen Google-Gesellschaften rund um den Globus wandern, wird klar: Alles hat einen Plan. Und der Plan geht auf, denn Google zahlt so wenig Steuern, wie kaum ein anderes vergleichbares Unternehmen in den USA.

Google Logo

Quelle: google.com

Die Zentrale von Google befindet sich in den USA. Für Gewinne, die außerhalb der USA erzielt werden, ist die US-amerikanische Steuerbehörde jedoch nicht zuständig. Daher müssen die Steuern immer in den Ländern gezahlt werden, wo auch die Leistung erfolgt ist. Wichtigster Sitz außerhalb der USA ist für Google die irische Stadt Dublin. Vor hier aus werden die Zahlungsströme des Konzerns organisiert. So wandert das Geld von Irland aus in die Niederlande, von den Niederlanden auf die Bermudas – an ein anderes irisches Unternehmen, das zum Google Konzern gehört.

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Steuertricks von Google

Quelle: businessweek.com

Grund der Weltreise: Auf den Bermudas zahlen Unternehmen keine Steuern. Im Ergebnis zahlt Google so seit 2007 etwa 2,4 Prozent Steuern. Andere, vergleichbare US-amerikanische Unternehmen zahlen teilweise das Zehnfache. Dabei bedient sich Google ausschließlich legaler Tricks. Den US-amerikanischen Steuerbehörden sollen durch diese Tricks insgesamt rund 60 Milliarden US-Dollar durch die Lappen gehen – pro Jahr, wie bloomberg.com berichtet.

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