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Studie: 60% aller Facebook Nutzer wollen aussteigen

Facebook User machen sich große Sorgen um ihre Privatsphäre, zeigt eine Studie der Sicherheitsexperten von Sophos. Eine Online-Umfrage ergab: 60 Prozent der Nutzer denken darüber nach, Facebook zu verlassen, weil das Soziale Netzwerk ihre Erwartungen bei Datenschutz und Privatsphäre enttäuscht.

Das Zeitalter der Privatsphäre ist vorbei, sagte Mark Zuckerberg vor nicht langer Zeit. Damit liegt der Facebook-Gründer offenbar falsch. Die Sicherheitsexperten von Sophos haben eine Umfrage durchgeführt, die das Management von Facebook und anderen Sozialen Netzwerken wachrüttelten sollte, selbst wenn sie nicht repräsentativ ist.

Demnach denken 60 Prozent der Facebook-Mitglieder darüber nach, ihr Profil zu löschen und das Netzwerk zu verlassen, weil sie ihre Privatsphäre nicht ausreichend geschützt sehen. 16 Prozent sollen deshalb bereits ihr Konto bei Facebook gelöscht haben.

Bezahlte Umfragen

30 Prozent gaben in der Online-Umfrage an, Facebook wahrscheinlich zu verlassen, immerhin weitere 30 Prozent halten die Kontolöschung immerhin für möglich. Immer wieder wird Facebook in letzter Zeit von Datenschützern, Verbraucherschützern, Politikern und einfachen Mitgliedern für seinen Umgang mit den Userdaten kritisiert. Inzwischen bietet Facebook zwar sehr detaillierte Möglichkeiten, in den Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre haarklein selbst festzulegen, welche Informationen mit wem geteilt werden.

Die zahlreichen Einstellungen sind inzwischen aber selbst zum Problem geworden, weil viele Nutzer sie nicht verstehen. Die meisten wissen nicht, wie sie mit den Privatsphäre-Einstellungen ihre Daten wirksam schützen können, meint Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos. Das Problem dabei ist: Die Standardeinstellungen erlauben eine recht umfangreiche Preisgabe von Daten. Als Mitglied muss man erst selbst aktiv werden, um die Veröffentlichung oder Weitergabe vieler Daten zu unterbinden.

Facebook hat angekündigt, die Einstellungen zur Privatsphäre zu überarbeiten. Sollte die Veröffentlichung bzw. Weitergabe von Daten dann nicht mehr voreingestellt sein, würde das den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen. Das würde es Facebook allerdings nicht nur erschweren, Geld zu verdienen. Die Attraktivität eines Sozialen Netzwerks hängt davon ab, dass Nutzer die Daten anderer Nutzer sehen können. Für Facebook wird es darauf ankommen, hier die richtige Balance zu finden.

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1 Kommentar
Nicole | 22. Jan 2011, 14:48
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Interessante Bewegung. Gerade wenn man sich bewusst macht, dass gerade facebook und andere Social networks und Social Media Kanäle derzeit für Unternehmen immer mehr genutz werden. Diie Vorteile liegen hier auf der Hand.

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