UMTS-Nachfolger: Echte LTE-Handys erst in 3 Jahren erwartet

Bis LTE zum wirklichen UMTS-Nachfolger reift, könnte noch einige Zeit vergehen. Verschiedene Experten haben nun verdeutlicht, wo die Probleme bei LTE liegen. So gibt es zwar bereits LTE-Smartphones auf dem Markt, diese können den neuen Mobilfunkstandart jedoch nur für Datenverbindungen nutzen. Bei Telefonaten funktioniert die neue Technik noch nicht – schlimmer noch: Sie schadet eher.

Häufig wird LTE als möglicher UMTS-Nachfolger gehandelt. Doch bis es soweit ist, könnte mehr Zeit vergehen als zunächst erwartet. So gibt es zwar bereits LTE-Smartphones auf dem Markt, doch bis zu einer wirklichen, vollständigen Marktreife sollen nach Ansicht von Experten, wie Professor Ed Candy, noch rund drei Jahre vergehen. Der Grund: Bislang kann LTE nur zum Surfen genutzt werden. Will ein User telefonieren, ist er weiterhin auf GSM bzw. UMTS angewiesen.

LTE Handy

Quelle: preisgenau.de

In der Praxis kann dies zu Problemen führen. Ist ein Smartphone im LTE-Netz eingebucht, wird ein Wechsel zu GSM bzw. UMTS nötig, wenn ein Telefonat aufgebaut werden soll. Dieser Wechsel dauert jedoch mitunter zehn Sekunden. Gerade für viele Business-User ist dies nicht akzeptabel, zumal der Wechsel des Netzes auch bei eingehenden Gesprächen nötig ist. Eine denkbare Alternative ist die Verwendung zweier paralleler Module, mit denen ein Smartphone gleichzeitig in einem LTE- und GSM/UMTS-Netz eingebucht ist. Doch auch hier gibt es einen entscheidenden Nachteil: Zwei Mobilfunkmodule verbrauchen doppelt so viel Strom wie Eines.

Bezahlte Umfragen

Ein Ausweg aus dem Dilemma sehen Experten nur in einem Standard für Telefonate in LTE-Netzen. Bislang gibt es diesen Standard jedoch noch nicht. Gerade in Deutschland hat dieser Punkt eine entscheidende Bedeutung für die Zukunft von LTE. Hierzulande soll LTE zunächst vorrangig dort zum Einsatz kommen, wo andere Netze schwächeln. Und überall dort ist man eben zumindest derzeit immer noch auf GSM oder UMTS angewiesen, um mit einem LTE-Smartphone telefonieren zu können.

Quelle: chip.de

Bezahlte Umfragen

Diese Webseite benutzt Cookies. Wenn Sie die Webseite weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.