Xbox Live Profile nun mit Angaben zur Religion und sexuellen Orientierung

Microsoft lockert die Beschränkungen für die Profile auf Xbox Live. Bisher war es verboten, die eigene sexuelle Orientierung zu nennen und einige andere Angaben wie etwa zur Rasse oder Religion zu machen. Gedacht war die Beschränkung angeblich zum Schutz vor Diskriminierung, doch fühlten sich einige Spieler gerade dadurch diskriminiert.

Für Spielerprofile in der Xbox Live Community hatte Microsoft bisher sehr strenge Regeln. Über ihre sexuelle Orientierung, Rasse oder Religion durften die Spieler nichts in ihren Profilnamen und auch nicht in den Profilen selbst schreiben.

Ob es klug ist, in seinem Profil Angaben dazu zu machen, ist eine Sache. Die Spieler auf diese Weise zu bevormunden und Verbote auszusprechen, ist aber ein anderes Thema. Als offiziellen Grund dafür, Wörter wie Gay und Lesbian in den Xbox Live Profilen gleich komplett zu verbieten, nennt Microsoft, die betreffenden Spieler vor Diskriminierungen und Beleidigungen schützen zu wollen.

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Quelle: microsoft.com

Der Gedanke ist keinesfalls abwegig. In der scheinbaren Anonymität des Internets halten sich viele Menschen, die sich das sonst nicht trauen, mit ihren rassistischen, sexistischen und anderen diskriminierenden Äußerungen nicht zurück.

Allerdings fühlten sich insbesondere Homosexuelle, die mit Stolz zu ihrer Identität stehen, durch die Verbote von Microsoft diskriminiert. Für die amerikanischen Spieler lockert Microsoft nun den Verhaltenskodex und gibt die meisten Verbote in dieser Hinsicht auf. So können sich Spieler nun beispielsweise als Gay, Bi, Lesbian oder Transgender bezeichnen.

Zeitgleich mit der Lockerung des Verhaltenskodex verschärft Microsoft die Kontrolle in seiner Xbox Live Community, um Verstöße gegen die Verhaltensrichtlinien konsequenter verfolgen zu können.

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