YouTube: 63% aller Web-Videos benötigen kein Adobe Flash mehr

Die Flash-Technologie aus dem Hause Adobe gehörte bislang zum Web-Standard, besonders bei dem Streamen der Web-Videos. Doch dieser Umstand könnte sich bereits schon in naher Zukunft ändern, denn wie eine Studie von MeFeedia zeigt, sind mittlerweile knapp zwei Drittel der Online-Video-Streams HTML5-kompatibel. Damit zeichnet sich ein Machtwechsel ab, an dem besonders der Firmengründer von Apple, Steve Jobs, seine Freude haben dürfte.

Der neue Web-Standard HTML5 vereinfacht unter anderem die Programmierung von Webseiten, so auch die Einbettung der Videos. Mit dem Code lassen sich die gewünschten Filme direkt, und vor allem ohne Plug-Ins von Drittanbietern wie Adobe, in die Seite integrieren. Dazu wird das immer beliebter werdende H.264-Format genutzt, dass von den meisten der aktuellen Browsern abgespielt werden kann. Dieser Umstand bedeutet für Adobe, dass sich etwas an der bisherigen Strategie ändern muss, denn die Flash-Technologie befindet sich derzeit klar auf dem absteigenden Ast.

HTML5 Verbreitungs Grafik

Quelle: webmproject.org

Die Zahlen der MeFeedia-Studie sprechen eine deutliche Sprache: so waren Anfang 2010 nur rund 10 Prozent an H.264-fähigen Video-Streams auf HTML5-Basis verfügbar. Im Mai bereits 26 Prozent, und Ende des letzten Jahres lag die HTML5-Kombabilität bereits schon bei rund 54 Prozent. Aktuell sind es sogar 63 Prozent aller Videos, die sich auch ohne Flash abspielen lassen. Diese Entwicklung wird besonders Steve Jobs gerne sehen, denn der Apple-Chef hat bekanntlich mitgeteilt, dass Apple die Flash-Technologie nicht mehr unterstützen wird.

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Das H.264-Format entwickelt sich also mehr und mehr zum Standard, daher ist es umso verwunderlicher, dass Google vor kurzem die Unterstützung des Formates aus dem Chrome-Browser entfernt hat. Das wiederrum lässt die Gerüchteküche brodeln, und es wird bereits über eine mögliche Kooperation von Google und Adobe spekuliert. Es bleibt also mit Spannung abzuwarten, wie sich die Lage in naher Zukunft weiterentwickeln, und was Adobe gegen den angesprochenen Rückgang der Flash-Nutzung unternehmen wird.

Quellen: blog.mefeedia.com, cnet.com

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