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Zensur oder Richtlinien-Treue? Apple schmeißt Wikileaks-App von Bord

Immer wieder neue Probleme und Schlagzeilen für WikiLeaks. Nun hat Apple das WikiLeaks App aus dem App Store verbannt. Das App kostete 1,59 Euro und sollte pro Verkauf 1 US-Dollar direkt in die klammen Kassen von WikiLeaks spülen. Nach weniger als 3.000 Verkäufen ist nun Schluss. Nach nur zwei Tagen wurde das inoffizielle WikiLeaks App von Apple entfernt.

WikiLeaks beherrscht derzeit immer wieder die Schlagzeilen. Nachdem das Enthüllungsportal geheim US-amerikanische Depeschen veröffentlicht hat, wird das operative Geschäft für WikiLeaks immer schwieriger. Mehrere Finanzinstitute haben die Zusammenarbeit mit WikiLeaks gekündigt und so für gesperrte Konten und eingefrorene Zahlungen gesorgt. Nun versiegt eine weitere Geldquelle für WikiLeaks. Ein inoffizielles WikiLeaks App im App Store für das iPhone sollte frisches Geld in die Kassen spülen.

wikileaks Apple app store
Quelle: preisgenau.de

Doch nach weniger als 3.000 verkauften Apps seit dem Wochenende ist nun bereits Schluss. Apple hat das WikiLeaks App aus dem App Store entfernt. Laut Entwickler Igor Barinov hat Apple diesen Schritt nicht begründet. Mit dem App wollte Barinov WikiLeaks unterstützen. Vom Verkaufspreis in Höhe von 1,59 Euro sollten 1 US-Dollar direkt an WikiLeaks fließen. Insgesamt sollen so knapp 2.700 US-Dollar binnen weniger Tage für WikiLeaks erwirtschaftet worden sein.

Wikileaks App
Quelle: techcrunch.com
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Das WikiLeaks App ermöglichte das Lesen der WikiLeaks Veröffentlichungen und konnte dabei auf diverse Quellen zugreifen, um sich gegen mögliche Serverausfälle von WikiLeaks, zu denen es in der Vergangenheit mehrfach gekommen war, zu schützen. Auch das Lesen der Twitter-Meldungen von WikiLeaks war mit dem App möglich. Ein offizielles Statement von Apple ist bislang nicht bekannt. Scheinbar wird es für das Enthüllungsportal aber zusehends schwerer die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen aufrecht erhalten zu können.

Deine Meinung

4 Kommentare
Yellow Caktus | 25. Dez 2010, 19:22
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Wieder eine Firma im Camp der US-Regierung. Nun–es war zu erwarten, es wird die letzte Firma nicht sein. Soviel zur freien Meinungsäusserung und Demokratie. Was kann man da noch sagen!

Oliver | 26. Dez 2010, 2:40
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Jetzt ist aber Feierabend, Apple! Ich schwankte noch zwischen Iphone4 und Nexus S, aber ein Apple Handy werde ich mir nun doch nicht mehr kaufen wollen!

Unknown | 18. Feb 2011, 18:25
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Es heisst die App denn es kommt von „Die Applikation“ nur weil ein Wort verkürzt wird, ändert sich nicht gleich sein Artikel.

Qavarus | 1. Sep 2011, 20:02
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Mir wird echt übel! Mein nächstes Handy wird wohl keines aus dem Hause Apple sein!

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