Anleitung: Kostenlose Schufa Auskunft online einholen

Seit dem 1. April 2010 kann jeder einmal im Jahr eine kostenlose Schufa-Auskunft bekommen. Bisher musste man für eine Selbstauskunft bei der Schufa und anderen Auskunfteien Geld bezahlen. Dank einer Gesetzesänderung kann man die in den letzten zwölf Monaten erhobenen Daten kostenlos abfragen.

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Wer wissen möchte, wie es um die eigene Kreditwürdigkeit bestellt ist, kann eine kostenlose Auskunft bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, beantragen. Aufgrund einer Gesetzesänderung kann jeder Verbraucher einmal pro Jahr nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz eine Selbstauskunft gratis einholen. Bis vor den 1. April 2010 musste man in jedem Fall eine Gebühr dafür zahlen.

Zahlreiche Daten, die über Verbraucher gespeichert werden, haben Einfluss auf auf den Score. Dieser Wert soll das Risiko von Zahlungsausfällen anzeigen. Allerdings werden zur Berechnung des Schufa-Score zum Teil zweifelhafte Kriterien herangezogen. Das Scoring ist zwar nicht das Einzige, was bei der Überprüfung der Kreditwürdigkeit zählt, hat aber besonderes Gewicht. Außerdem wird dieser mathematisch berechnete Durchschnittswert als besonders problematisch angesehen, weil er über die individuelle Finanzsituation eines Menschen kaum etwas aussagt.

Schufa Kredite Schulden

Quelle: de.wikipedia.org / Elwood j blues

Ob Familienstand, Alter, Informationen über unbezahlte Rechnungen und Zahl der Bankkonten etwas darüber aussagen, ob jemand ein zuverlässiger Schuldner ist, kann man bezweifeln. Sogar wie oft jemand umgezogen ist und in welchem Stadtteil jemand wohnt, beeinflusst den Schufa-Score. So kann sich der Schufa-Score verschlechtern, wenn man in einen Stadtteil umzieht, wo viele Menschen mit schlechter Zahlungsmoral wohnen. Dabei kann der Grund für den Umzug etwa auch sein, dass man einen besser bezahlten Job angenommen hat und man näher an der neuen Arbeitsstelle wohnen möchte.

Ein großer Teil der bei der Schufa gespeicherten Daten ist veraltet oder ganz falsch. Deshalb ist es wichtig, sich über eine Selbstauskunft Klarheit zu verschaffen, welche Informationen die Schufa über einen gespeichert hat und welche Daten an wen übermittelt wurden. Eine kostenlose Schufa Auskunft macht es möglich, falsche Angaben berichtigen zu lassen. Das sollte man auf jeden Fall tun, denn falsche Daten bei der Schufa können die Ursache dafür sein, wenn es bei Krediten, Konten, beim Kauf im Onlineshop oder zum Beispiel beim Abschluss eines Handyvertrags Probleme gibt. Sogar Vermieter verlangen von Wohnungsinteressenten immer öfter eine Schufa Auskunft, um sich gegen Mietausfälle abzusichern.

Musterschreiben vom VZBV

Dafür verwendet man am besten ein kostenloses Musterschreiben, wie es zum Beispiel der Verbraucherzentrale Bundesverband zum Download als PDF anbietet. Auf der Webseite vzbv.de klickt man in der Navigationsleiste links im Bereich mit den verschiedenen Themen auf “Geld & Versicherungen”.

Innerhalb von “Geld & Versicherungen” wählt man “Schulden & Insolvenz”. Dort wiederum wählt man den Menüpunkt “Dokumente”. Nun sucht man nach dem Dokument vom 1. April 2010 mit dem Titel “Scoring: Auskunfteien müssen kostenlos Gründe für Bonitätsbewertungen offenlegen”.

Unten im Dokument gibt es drei Dateien im PDF-Format. Die erste Datei enthält ein PDF mit einem Mustertext für eine Schufa-Auskunft. Die zweite Datei ähnelt der ersten, ist jedoch interaktiv, kann also gleich im Browser ausgefüllt und dann ausgedruckt werden. Im dritten PDF findet sich eine Liste mit Informationen zu den wichtigsten Auskunfteien in Deutschland. Neben der Schufa gibt es eine Reihe von weiteren Auskunfteien, die ebenfalls kostenlos über die bei ihnen gespeicherten Daten informieren müssen.

Muster-Formular der Schufa

Eine zweite Möglichkeit besteht darn, seine kostenlose Schufa-Auskunft direkt über ein Formular der Schufa anfordern. Zu diesem Zweck gibt es eine eigene Webseite unter meineschufa.de. Dort wählt man in der horizontalen Menüleiste links oben unter Produkte die Möglichkeit “Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz”.

Auf der Seite, die dann geladen wird, gibt es zwei Möglichkeiten. Statt der kostenpflichtigen Bonitätsauskunft wählt man “Datenübersicht nach § 34 BDSG” und klickt unten auf “Jetzt bestellen”. Das “Bestellformular Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz” schickt man ausgefüllt zusammen mit einer Kopie des Personalausweises an die Schufa nach Köln. Statt der Personalausweiskopie kann man auch eine Kopie von Reisepass und (!) Meldebescheinigung zum Anfordern der kostenlosen Schufa-Auskunft verwenden.

Schufa Geschäftsstellen

Der persönliche Verbraucherservice mittels Geschäftsstellen wurde im Juli 2010 eingestellt und durch einen Telefon- und Onlineservice ersetzt.

SCHUFA Holding AG
Kormoranweg 5
65201 Wiesbaden
Service-Telefon: 01805 – SCHUFA (01805 - 72 48 32)*
www.meineSchufa.de
www.schufa.de
(*14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkanbieter max. 42 Cent pro Minute)

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Autor: Gordon Bujak
Ehemaliger eBayianer, Atari-Kind und Online-Markting-Guy. Schreibt für Preisgenau.de in in den Ressorts Fernsehen und Internet.
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10 Kommentare
Anleitung: Kostenlose Schufa Auskunft online einholen
ThomasM | 4. Jul 2010, 18:52
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Oh man, wie oft wird denn noch behauptet, dass die Wohngegend in den SCHUFA-Score eingeht??!?! Das mag bei Crefo & Co der Fall sein, aber die SCHUFA hat genug Daten um darauf verzichten zu können. Wenn Adressdaten für das Scoring genutzt werden, muß der Kunde im übrigen VOR dem Scoring darüber informiert werden… Einfach mal die Gesetzetexte lesen… Gilt auch für ehem. Radiomoderatoren…

ThomasM | 4. Jul 2010, 21:48
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Wow, kann man mit der Wahrheit nicht umgehen und löscht Kommentare….?! Das ist schade, dass man hier nicht den falschen Artikel richtig stellen kann. Denken Sie nicht, dass Ihre Leser ein Recht auf wahre Informationen habe? Schade…

admin | 4. Jul 2010, 23:03
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Es wurden keine Kommentare gelöscht.

Tedesci | 20. Aug 2010, 11:20
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Warum bekommt man nicht einfach einen jaehrlichen Auszug automatisch zugeschickt?
Jede Firma wie Schufa, Credit reform etc. muessten verpflichtet werden dies zu tun.
Wer weiss den schon welche Firmen Daten ueber einen sammeln und wer diese abgefragt hat.
Mit einem jaehrliche Auszug waere ich auf dem Laufenden.
Die anfallenden kosten, koennen die bezahlen die den Service nutzen und meine Daten liefern und abfragen.
Ich muss ja schliesslich auch meine Versicherungsbeitraege bezahlen wenn ich mich absichern will.

admin | 20. Aug 2010, 12:13
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@Tedesci: Weil das hohe Kosten verursacht 30 Millionen Haushalte mit kostenlosen Auskünftgen zu versorgen. Außerdem braucht man das Schufa Datenblatt nur in speziellen Situationen z.B. wenn man umzieht, etc. Zudem ist die Schufa ein Unternehmen, das wirtschaftlich arbeiten muss. Für den nicht wirklich sinnvollen Spass müssten dann wahrscheinlich noch die Steuerzahler aufkommen.

0058 | 11. Dez 2010, 12:19
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Ist mir viel zu kompliziert hier. EIne Auskunft über Einträge oder sonstiges suche ich nun über 2 Stunden auf dieser Seite und nichts der gleichen finde ich. Alles kostet Geld, wo doch überall geschireben steht es wäre angeblich kostenfrei….

admin | 11. Dez 2010, 18:10
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@0058: Ja es die Dokumente sind nicht ganz leicht zu finden. Ich habe es damals so gemacht: Auf der Schufa-Seite gibt es ein Dokument zur kostenlosen Antragstellung. Dieses muss man sich herunterladen, ausfüllen und dann dort hinschicken. Innerhalb von 14 Tagen erhält man dann seinen kostenlosen Schufa-Nachweis. Allerdings musste ich damals das Dokument ewig lange auf der Webseite suchen. Es ist wirklich versteckt, wahrscheinlich nicht ohne Grund :-)

DorisPrünster | 25. Mär 2011, 16:57
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Warum ist dieser Beitrag nicht auf dem neuesten Stand?? Die SCHUFA Holding Berlin AG ist seit dem 29.10.2010 nicht mehr an dem Standort am Mariendorfer Damm 1-3, Berlin zu finden. Sie wurde ersatzlos geschlossen. Auf einem Schild im Inneren des Gebäudes wird auf die EasyCredit hin gewiesen. Das war nach einer langen Anfahrt, nervigen Parkplatz suche sehr ärgerlich.

HotzenKotz | 12. Aug 2011, 09:28
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“Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz” würde dieses Formular vielleicht auch einem Vermieter reichen, um seine eigene Kreditwürdigkeit zu unterstreichen oder soll man sich für € 18,50 die Bönitätsauskunft ausdrucken

Rico | 18. Feb 2013, 11:12
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Ich empfinde es als Schweinerei!
Ich hatte mir einen online-Account angelegt für einmalig 18,50€. Jetzt wird mir jedes Jahr 18,50€ vom Konto abgezogen. Ich wollte mich beschweren, es gibt aber keine Kontakt-eMail. Nur kostenpflichtige 01805-Rufnummer. Dann wollte ich mich heute wieder einloggen um zu gucken ob sich was geändert hat, Account gesperrt, weil ich angeblich meinen Zugang gekündigt habe. Abbuchen tun die aber trotzdem. Da bin ich also hin zur Schufa und wollte mir einen kostenlosen Auszug holen, nix da kostenlos!!!
Trotzdem 18,50€ !!!!

Fazit:
Ich zahle jährlich 18,50€, ohne einen Account zu haben, um mir einen kostenlosen Auszug zu holen muss ich bis zur Schufa reisen oder mir kompliziert irgend welche Anträge laden und verschicken, nur um Einblick in meine eigenen Daten zu bekommen.

Danke lieber Datenschutz!!!
Danke liebe Schufa!!!

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Geschrieben: 04.07.2010
Autor: Gordon Bujak
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