Kinox.to: Ist die Seite gefährlich? Virus-Alarm beim Streaming-Portal

Das sogenannte Streaming-Portal kinox.to gilt derzeit als eine der beliebtesten Webseiten, auf denen man sich kostenlos Filme, Serien und Dokumentationen anschauen kann. Allerdings sollte man dem inoffiziellen Nachfolger des 2011 geschlossenen Portals kino.to mit Vorsicht gegenübertreten.

Zum einen ist kinox.to illegal und Nutzer können sich strafbar machen sobald sie sich dort einen Film anschauen. Zum anderen berichten einige Nutzer davon, dass die Webseite Viren und sonstige Malware verbreitet. Doch was ist dran an diesen Gerüchten?

Ist kinox.to für den Benutzer illegal?

Bislang gab es in Deutschland kein Gesetz, welches die Nutzung eines Streaming-Portals wie kinox.to als illegale Handlung beschreibt. Laut §53 des Urhebergesetzes ist nur das Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Inhalten strafbar.

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Kinox.to - Ist die Seite legal

Quelle: kinox.to

Da kinox.to die Filme und Serien jedoch nicht zum Download sondern nur als Stream anbietet, handelt der Nutzer grundsätzlich nicht illegal. Allerdings hat sich vor kurzem das Bundesjustizministerium offiziell zu der Thematik geäußert. Wie aus der Stellungnahme hervorgeht, stellt „das reine Betrachten des Videostreams“ keine Urheberrechtsverletzung dar.

Das Video darf jedoch nur temporär in dem Cache-Speicher des Computers zwischengespeichert werden. Zudem dürfen diese Inhalte nicht aus einer „offensichtlich erkennbaren rechtswidrigen Quelle“ stammen. Demnach bewegen sich die Nutzer von kinox.to zwar in einer Art rechtlichen Grauzone, müssen allerdings nicht befürchten für eben diese Nutzung angeklagt zu werden. Anders sieht es jedoch für die Betreiber einer solchen Streaming-Webseite aus.

Ist das Betreiben eines Portals wie kinox.to strafbar?

Hier ist die Gesetzeslage eindeutig: wer urheberrechtlich geschützte Inhalte ohne offizielle Genehmigung des Rechteinhabers für Dritte kostenlos zur Verfügung stellt, handelt illegal und macht sich somit strafbar. Darüber hinaus ist es ebenfalls untersagt, auf externe Webseiten zu verlinken, auf denen die geschützten Inhalte angeboten werden. Der Hauptbetreiber von kino.to musste das im Juni 2012 am eigenen Leib erfahren, als er zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt wurde.

Verbreitet kinox.to Viren und Malware?

In letzter Zeit tauchen im Netz vermehrt Berichte von betroffenen Nutzern auf, laut denen kinox.to nicht nur verschiedene Viren sondern auch den „GVU Trojaner“ verbreitet. Die Betreiber des Streaming-Portals wehren sich allerdings gegen diese Vorwürfe. Bislang fehlt zwar der eindeutige Beweis, dass kinox.to tatsächlich Schadsoftware verbreitet, doch sollte man in jedem Fall Vorsicht bei der Nutzung walten lassen. Wer sich der potentiellen Gefahr nicht aussetzen möchte, sollte grundsätzlich auf den Besuch solcher Streaming-Webseiten verzichten.

Quellen: kinox.to, gulli.com, movie4k.to

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