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Kinoz.to und Movie4k.to droht Abschaltung durch neues EU-Gesetz

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (kurz GVU) versucht bekanntlich schon seit einiger Zeit das Streaming-Portal kinoz.to vom Netz zu nehmen – bislang jedoch ohne Erfolg. Allerdings könnte sich dieser Umstand schon bald ändern, denn wie jetzt bekannt wurde plant die EU ein Gesetz, mit dem Provider verpflichtet werden sollen illegale Streaming-Portal zu sperren.


Die GVU bereitet derzeit einen Strafantrag vor oder hat diesen bereits gestellt, um die illegalen Film-Portale kinoz.to und movie4k.to abzuschalten. Das Pikante daran: einige Hintermänner des Vorgängers kinoz.to sollen der GVU entscheidende Informationen verkauft haben.

Kinoz.to und Movie4k.to droht Abschaltung
Quelle: kinoz.to

Bereits im Jahr 2011 hat die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen die damals äußerst beliebte Streaming-Webseite kinoz.to in Kooperation mit der deutschen Staatsanwaltschaft abschalten lassen. Der Grund: das Portale bot urheberrechtsgeschützte Filme und Serien ohne die Erlaubnis der jeweiligen Eigentümer an. Es dauerte jedoch nur wenige Wochen bis mit kinoz.to der offizielle Nachfolger online ging. Dabei wurde nahezu die komplette Datenbank von kinoz.to kopiert und unter der neuen URL erneut verfügbar gemacht.

Seit dem versucht die GVU auch kinoz.to abzuschalten, allerdings bislang vergeblich. Laut Spiegel Online wurde jedoch bekannt, dass einige ehemalige Mitarbeiter von kinoz.to der GVU Insider-Informationen zugespielt haben und dafür sogar eine Prämie erhielten. Auf Grund dieser Informationen bereitet die GVU derzeit einen Starfantrag vor oder hat diesen bereits gestellt, um so das Streaming-Portal kinoz.to endgültig vom Netz nehmen zu können. Fraglich ist derzeit allerdings noch, wer diese Hintermänner sind und warum diese ihre ehemaligen Kollegen verraten haben.

Zudem prüft das EuGH derzeit ein Gutachten des Generalanwalts Pedro Cru Villalón, nach dem Internet-Provider dazu verpflichtet werden sollen, den Zugang zu offensichtlich illegalen Streaming-Portalen wie kinoz.to oder movie4k.to zu sperren. Das Gesetz könnte bereits im nächsten Jahr auf den Weg gebracht werden. Eine Abschaltung von kinoz.to und anderen illegalen Film-Seiten scheint von daher nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen hat sich bislang noch nicht offiziell zu den genannten Spekulationen geäußert. Daher steht zum aktuellen Zeitpunkt auch noch nicht fest, ob oder wann kinoz.to abgeschaltet werden soll. Ebenso ist unklar, ob der Starfantrag bereits soweit ausgearbeitet ist, so dass er einem Gericht vorgelegt werden kann. Somit bleibt vorerst also nur abzuwarten, ob kinoz.to tatsächlich das nächste große Streaming-Portal sein wird, dass durch die GVU vom Netz genommen wird.

Quellen: gulli.com, spiegel.de

Deine Meinung
12 Kommentare
Dein Name | 31. Dez 2013, 15:17
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ich wünsche mir von ganzem herzen, dass kinos.to und movie4k.to
alles tun kann um nicht abgeschaltet zu werden.

Lol | 1. Jan 2014, 19:21
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Auch wenn es Kinox und Co gesperrt werde kann man
Auf englischen Seiten weiter schauen und wegen denn Provider es gibt Möglichkeit sich im netzt ano zubewegen (Tor ,vpn)

Ich sollte mal überein beruf s wechsel nach denken…

Sash | 1. Jan 2014, 21:52
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meines wissens nach läuft Movie4k irgendwie auf Tatiti servern…. und meines wissen nach ist Taiti nicht in der EU also ist das es meines denken nach unsinnig ^^

Lieschen Müller | 2. Jan 2014, 13:40
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Ich fürchte, es ist bereits passiert. Die Seite ist seit zwei Tagen nicht mehr zu erreichen.

Cinna | 2. Jan 2014, 18:33
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Ich frag mich echt warum die abgeschaltet werden sollen, diese Seiten bieten ja nur die links an, nicht den inhalt…
ergo machen die sich nicht strafbar….
es machen sich ja nur die Sharehoster strafbar und deren Nutzer,
also up / downloads.

die sollten sich echt ma um wichtigere sachen kümmern als sowas, aber hier gehts ja nur ums liebe geld.
die sollten eher jagt auf p***** u.s.w. machen, aber da is ja kein geld im spiel…………. -.-

und ich denk auch das kinox down is -.-

bitte,bitte bleiben die beiden online. | 2. Jan 2014, 22:59
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Ich mach es immer so,das ich mir die Filme online ansehe und wenn ich sie gut finde,kauf ich sie mir auf DVD..(Will mich ja nicht immer durch 10x verschiedene seiten klicken mit sexwerbung etc und dann die schlechte quali ertragen)

Natürlich kann ich die ,,Filmindustrie´´ verstehen das sie solche Seiten nicht dulden,da ihnen da viel Geld durch die Lappen geht,trotzdem find ich, dass solche Seiten weiter online bleiben sollte weil Filme sollten frei Zugänglich sein.
Die verdienen mit den Kino einnahmen und dem DVD verkauf noch genug Geld.

Anon | 3. Jan 2014, 1:28
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Aber nein mein Lieschen…
Das Gateway und die Adresse sind noch intakt, allerdings wird vermehrt versucht eben diese lahm zu legen.
Ich gebe Lol vollkommen recht, es gibt genügend „Anonymisierer“ die einem ein recht sicheres und unbemerktes Surfen ermöglichen.
Andernfalls wären noch Proxy oder freie DNS Server eine Lösung sollte sich die Sperre in diesem Bereich niederlassen.

Jaja das Internet. Ich frage mich welche Lobby sich da wieder eingeschalten hat. Ich meine bei ca. 6000€ Netto, plus 4000€ Spesen im Monat, sowie 307€ Tagegeld für Sitzungen eines EU Abgeordneten, kann so einem schon mal langweilig werden, was zu so einer Sülze führt.

In diesem Sinne…

simsa | 3. Jan 2014, 14:33
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man kommt immer noch drauf wenn man kinox googelt und einen der links anklickt ;)
…war aber schon öfter so

lulz | 3. Jan 2014, 20:17
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Ich glaube einige verstehen nicht, dass das alles Providerintern gemacht wird und eben nicht bei den Kunden daheim. Wenn also jemand T-Online Kunde ist, wird dieser mit seinem Zugang nicht auf solche Seiten gehen können. Ähnlich wie der Schutz, der in Schulen eingesetzt wird. Man geht über das Netz der Telekom ins Internet und wird per Schaltzentrale über mehrere Stationen weiter an den gewünschten Server geleitet. Wenn jedoch der Zugang zu diesem über die Telekom selbst gesperrt wird, sehen die Chancen, auf solche Seiten zu kommen, schlecht aus.

hans | 4. Jan 2014, 18:56
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bwahaha die gvu betreibt einen kampf gegen windmühlen.
solange das internet in dieser form besteht, wie es jetzt ist, ist es nahezu ein ding der unmöglichkeit diesen seiten den garaus zu machen.

da isses auch latte wenn die telekom oder sonstein provider meint die seiten sperren zu müssen. diese leute haben das internet nicht verstanden.
so hätte die regierung es gerne.
„die seite sperren für alle aus Deutschland“. <- geht nich.
erinnert sich noch jemand an den reinfall mit den STOP schildern im netz?
was meint ihr warum es ganz plötzlich ganz still darum wurde?!

sebre | 5. Jan 2014, 10:39
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Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen ?????
die sollen sich mal lieber deutschlandintern kümmern !!!! wenn ich sehe was die tv sender alles rausschneiden oder einfach falsch übersetzen, ohne worte…..und die wollen portale verbieten die serien/filme wenigsten original bringen…typisch deutschland, wenn man nicht mitverdienen kann muss man was gegen machen :(

Neulandforscher | 5. Jan 2014, 10:56
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– „offensichtlich“ illegal ist nicht eindeutig illegal. Insofern dürfte der Antrag ins Leere laufen, alles andere wäre ein Verstoß gegen die Unschuldsvermutung.
– Wenn seit Jahren derart „gejagt“ unter zu Hilfenahme von massiver Meinungsmanipulation in der Öffentlichkeit und dennoch nicht eindeutig verboten ist – ist „offensichtlich“ nicht illegal.
– Technisch gibt es simple Methoden. Was soll daran schwierig sein, beim anwählen der oben genannten Seiten einen Warnhinweis oder sogar eine „Verbotsbotschaft“ zu platzieren in der Art „Das Benutzen des Angebotes der von Ihnen gewählten Seite könnte womöglich gegen Gesetze verstossen“. Das würde in meinen Augen sowieso zur Sorgfaltspflicht von Providern gehören bzw von Behörden. Daß es solche Hinweise trotz der jahrelangen Hetze nicht gibt, ist erneut ein eindeutiges Zeichen dafür, daß das Gerede von „illegalen Handlungen“ eher eine Art Gehirnwäsche darstellt, gegen die es sich zu wehren gilt.
– Ps: in der Schweiz ist das „Streamen“, mehr noch, das (private) Downloaden erlaubt; nur das Hochladen unter gewissen Umständen verboten.
– Selbst wenn „Nichtwissen nicht vor Strafe schützt“ – woher soll ich übrigens wissen, daß im Internet auch nur irgendwas verboten ist?! Schließlich ist doch Internet komplettes Neuland für uns alle, wie unsere Vorbildbürgerin par Excellence, Frau Merkel, ja schließlich als Tatsache verkündet hat.
:)

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