Kostenlose Schufa-Auskunft bei negativen Einträgen – so geht’s

Wer bei seiner Bank kein Darlehen erhält oder wenn ein Mobilfunkbetreiber aufgrund eines veralteten oder falschen Schufa-Eintrages den Abschluss eines Vertrages verweigert, ist es für den betroffenen Verbraucher verständlicherweise sehr ärgerlich. Daher empfiehlt es sich möglichst schon vorher zu überprüfen, ob tatsächlich aktuelle Einträge vorhanden sind.

Seit 2010 ist die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (kurz Schufa) dazu verpflichtet, den Verbrauchern pro Jahr eine kostenlose Selbstauskunft zu ermöglichen. Wir zeigen in dem folgenden Artikel wie das Ganze funktioniert.

Kostenlose Schufa-Auskunft
Quelle: meineschufa.de

Die Schufa registriert neben den verschiedenen Kontobewegungen auch die aktuellen Zahlungsverpflichtungen der Verbraucher. Darin eingeschlossen sind unter anderem Kreditverträge sowie offene Rechnungen beziehungsweise Forderungen bei Händlern und Banken. Diese Daten werden von den Institutionen dazu genutzt, um die Bonität der möglichen Kunden zu überprüfen. Sollte es hier zu Unstimmigkeiten kommen, wird dem Verbraucher ein Vertrags- oder Kreditabschluss verwehrt.

Bezahlte Umfragen

Allerdings kann man seit 2010 einmal pro Jahr eine kostenlose Selbstauskunft bei der Schufa einholen und so überprüfen, ob die dort gelisteten Einträge korrekt sind. Die Anfrage an die Schufa kann entweder per Telefon unter der Rufnummer 01805 / 512525 oder unter www.meineschufa.de gestellt werden. Auf der Internetseite findet man unter „Datenübersicht nach Paragraf 34 BDSG“ ein PDF-Formular, welches man ausgefüllt und mit einer Kopie des Personalausweises an die Schufa schicken kann. So können die Verbraucher erfahren woher die Einträge stammen, wer diese abgerufen hat und erhalten zudem auch Informationen zu dem sogenannten Score-Wert.

Je höher der Score-Wert ist, desto geringer ist die Ausfallwahrscheinlichkeit. Allerdings bestimmten die Banken und Unternehmen selbst, ab welchem Wert ein Kredit oder Vertrag verwehrt wird. Sollte sich bei der Selbstauskunft herausstellen, dass noch immer veraltete Zahlungsverpflichtungen bei der Schufa registriert sind, sollte man umgehend deren Löschung beantragen. Der Verbraucherzentrale Bremen stellt dazu ein Musteranschreiben bereit, welches man sich auf der Internetseite kostenlos herunterladen kann. Zum Abschluss sei gesagt, dass nur die Selbstauskunft kostenlos ist. Für die Bonitätsauskunft als auch für die „Schufa Auskunft Online“ wird jeweils eine Gebühr von 18,50 Euro fällig.

Kreditanfrage ohne Schufa – Wie seriös, wann sinnvoll, wie Abzocke erkennen

Das Internet ist voll von Werbung, die schufafreie und kostenlose Kreditanfragen versprechen. Auch in Zeitungen finden sich immer wieder Anzeigen, die Ähnliches anbieten. Doch nicht alle Anbieter sind seriös. Während die Interessenten sich die finanzielle Rettung erhoffen, werden die finanziellen Sorgen nach einer Kreditanfrage in manchen Fällen nur noch größer. Es fallen Vorkosten an oder es sollen Zusatzversicherungen abgeschlossen werden. Woran kann man also seriöse Angebote erkennen, Abzocker identifizieren und für wen lohnt sich Kredite ohne Schufa überhaupt? Diese Fragen klären wir hier im Überblick.

Viele Menschen haben Probleme mit ihrer Schufa. In der Folge ist es für diese Personen nahezu unmöglich, einen Kredit zu erhalten. Dennoch sind Darlehen ohne Schufa zu einem lukrativen Markt geworden. Das erkennt man schnell, denn das Internet oder auch manche Zeitungen sind voll von Anzeigen und Werbung, die erfolgreiche Kreditanfragen ohne Schufa versprechen. Doch sind solche Angebote wirklich seriös – und vor allem sinnvoll? Wenn Banken frisches Geld verweigern, können neue Kredite dann überhaupt noch weiterhelfen?

Darlehen ohne Schufa – ein boomender Markt

Längst haben Kreditvermittler eine interessante Zielgruppe ausgemacht: Personen mit schlechter Schufa, die bei einer normalen Bank keinen Kredit erhalten würden. Im Internet oder in Zeitungen buhlen die Anbieter um Kunden, die eine Kreditanfrage ohne Schufa suchen. Die Motive der Interessenten sind natürlich unterschiedlich. Mancche Interessenten benötigen das Geld, um andere Löcher zu stopfen bzw. andere Kredite tilgen zu können. Interessenten, die aus diesen Motiven eine schufafreie Kreditanfrage suchen, sollten eher einen Schuldnerberater aufsuchen als einen neuen Kredit beantragen.

Die finanzielle Schlinge zieht sich durch Kredite ohne Schufa in den meisten Fällen weiter zu. Die Konditionen vieler Anbieter verstärken das Problem, denn die Zinsbelastung bei Darlehen ohne Schufa ist meist wesentlich höher als bei einem normalen Kredit. Für Kreditvermittler sind Kreditanfragen ohne Schufa daher ein lohnendes Geschäft, bei dem man viel Geld verdienen kann. Ums Geld verdienen geht es natürlich auch unseriösen Anbietern, die gar keinen Kredit vermitteln wollen. Stattdessen haben sie es darauf abgesehen, Gebühren zu kassieren, obwohl gar kein Kredit zustande kommt.

Woran kann man eine seriöse Kreditangebote ohne Schufa erkennen?

In der Werbung klingen auch unseriöse Anbieter seriös und viel versprechend. Interessenten, die auf der Suche nach einer schufafreien Kreditanfrage sind, sollten daher vorsichtig sein und sich genau mit der Thematik auseinandersetzen. Wenn etwa Vorkosten anfallen, bevor es überhaupt zum Vertragsabschluss kommt, sollte man hellhörig werden. In vielen Fällen kassieren die Vermittler solche Gebühren, obwohl ein Kreditvertrag gar nicht zustande kommt. Eine Kreditanfrage ohne Schufa sollte bei einem seriösen Anbieter also immer völlig kostenlos und unverbindlich sein.

Seriöse Anbieter, die eine Kreditanfrage ohne Schufa anbieten, überprüfen die Bonität eines Interessenten auf anderem Wege. Dies geschieht beispielsweise über Verdienst- und Einkommensnachweise. Wenn bei eine schufafreien Kreditanfrage keinerlei Nachweise oder Sicherheiten angefordert werden, sollte man skeptisch sein. Schließlich will ein seriöser Kreditvermittler sicherstellen, dass die monatlichen Raten des Kredits tatsächlich auch zurückbezahlt werden können. Von Krediten ohne jegliche Bonitätsprüfung ist daher abzuraten, denn diese sind im Regelfall nicht seriös.

Hohe Zinsen und Zusatzkosten bei schufafreien Krediten

Natürlich ist klar, dass die Zinsen bei einer Krediten ohne Schufa höher sind als bei einer normalen Bank. Wucher-Zinsen von 20 Prozent und mehr sind jedoch unseriös. Von solchen Angeboten sollte man daher immer absehen. Ein weiterer Trick, um bei Kreditanfragen ohne Schufa abzuzocken, besteht in hohen Zusatzkosten. Mitunter bieten dubiose Anbieter zusätzlich zum Kredit andere Finanzprodukte (zum Beispiel Bausparverträge oder Altersvorsorge) an. Als Argument wird hierbei häufig angeführt, dass die Chancen auf ein Darlehen durch diese zusätzlichen Verträge steigen.

Im Extremfall geht es den unseriösen Anbieter jedoch nur um diese überteuerten Verträge. Der Kredit kommt dann gar nicht zustande, die unterschriebenen Verträge für andere Finanzprodukte haben aber Bestand. In der Folge erhält der Interessent also gar kein Geld, sondern muss selber welches zahlen. Aber auch wenn ein Kredit zustande kommt, sollte man keine unnötigen Zusatzverträge akzeptieren. Diese steigern im Regelfall nur den Gewinn des Anbieters. Daher sollte man genau prüfen, was man unterschreibt.

Was tun, wenn man auf einen Betrüger hereingefallen ist?

Im Idealfall informiert man sich natürlich vor einem Vertragsabschluss über den Vertragspartner. Doch was soll man tun, wenn man doch auf einen Betrüger hereingefallen ist? Bei einem konkreten Verdacht auf Betrug kann man natürlich Anzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft erstatten. Nur das Geld wird man hierdurch nicht zurückerhalten. Dies ist allerdings möglich, wenn man schnell reagiert und von seinem Widerrufsrecht Gebrauch macht. So kann man beispielsweise Versicherungsverträge, die bei der Kreditanfrage zusätzlich vereinbart wurden, in der Regel innerhalb von 14 Tagen widerrufen, am besten natürlich per Einschreiben mit Rückschein.

Wenn der Widerruf nicht akzeptiert wird oder die Frist bereits abgelaufen ist, kann es sich lohnen eine Schuldnerberaterstelle oder die örtliche Verbraucherzentrale aufzusuchen. Mit starken Partnern im Rücken, kann man auf Kulanz des Anbieters hoffen und so aus dem Vertrag herauskommen. Gebühren, die bereits per Vorkasse bezahlt wurden, erhält man im Normalfall allerdings nicht zurück. Die unseriösen Vermittler sitzen häufig im Ausland oder sind gar nicht zu ermitteln.

Quellen: meineschufa.de, verbraucherzentrale.de

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