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Anleitung: Monitor, Scanner & Drucker richtig kalibrieren

Rot ist nicht gleich rot, und schwarz ist nicht gleich schwarz. Dies gilt nicht zuletzt auch im Umgang mit digitalen Fotos auf dem PC. Um eine richtige Farbwiedergabe zu erreichen, müssen Monitor, Drucker und Scanner richtig auf einander eingestellt, also richtig kalibriert sein.


Fehlt die korrekte Abstimmung zwischen den einzelnen Geräten, dann können Fotos auf dem Monitor zum Beispiel ganz anders aussehen als bei einem Ausdruck. Im Zweifelsfall kann hieran auch die beste Bildbearbeitung nichts ändern. Diese erfolgt in der Regel am Monitor. Wenn man hier korrekt arbeitet, heißt dies also noch lange nicht, dass auch der Ausdruck passt. Im Zweifelsfall sieht man auf dem Bildschirm gar nicht, was beim Drucken schief läuft. Wenn Monitor, Drucker und Scanner richtig kalibriert sind, können solche Probleme vermieden werden. Wie man auch ohne komplizierte Hilfsmittel seine Hardware korrekt auf einander abstimmt, erklären wir hier.

1. Aktuelle Treiber verwenden

Bei allen Geräten sollten stets aktuelle Treiber verwendet werden. Daher ist dies auch der erste Punkt, den der Nutzer kontrollieren sollte. Die meisten Monitore verfügen zum Beispiel über eine eigene Treiber Software, die deutlich mehr Optionen und Funktionen bietet als die Standard Windows-Treiber.

2. Licht vorbereiten

Zunächst sollte man im Raum, wo der Rechner steht, einige Vorbereitungen treffen. Professionelle Grafiker in der Bildbearbeitung arbeiten in der Regel unter normiertem Kunstlicht. Dies wird zu Hause sicherlich niemand zur Verfügung haben. Dennoch sollte man zur korrekten Kalibrierung des Monitors auf ein möglichst stabiles Kunstlicht setzen. Der Raum ist demnach zu verdunkeln, und auf eine flackernde Beleuchtung zu verzichten.

3. Monitor kalibrieren

Zunächst sollte man die Farbtemperatur des Monitors einstellen. Dies geschieht über das Hardware-Menu des Monitors, das in der Regel über eine Hardwaretaste am Bildschirm aktiviert wird. Die korrekte Farbtemperatur richtet sich nach der Helligkeit im Raum: Ist es sehr hell, sollte ein Wert von etwa 6000 Kelvin gewählt werden. Ist es sehr dunkel im Raum, sollte die Farbtemperatur möglichst niedrig eingestellt werden. Zu niedrig ist die Farbtemperatur, wenn das Bild rötlich erscheint. Anschließend sollte man Kontrast und Helligkeit des Monitors korrekt einstellen. Dies geht am besten mit einem so genannten Graustufenkeil. Diese findet man im Internet zum Download. Zunächst stellt man den Kontrast auf 100 Prozent und die Helligkeit auf 0 Prozent. Die Werte werden nun schrittweise so angepasst, bis man gerade noch zwischen den hellsten bzw. dunkelsten Graufeldern unterscheiden kann. Alternativ hilft bei der Einstellung des Monitors auch die kostenlose Software Monitor Calibration Wizard 1.0.

4. Scanner kalibrieren

Den Scanner kalibriert man mit Hilfe einer Farbtafel mit Graustufenkeil. Dieses Hilfsmittel kann man im Internet bestellen oder im Fotofachgeschäft kaufen und dann mit dem Scanner einscannen. Anschließend kann man in einem beliebigen Bildbearbeitungsprogramm mit dem Pipetten Werkzeug die einzelnen Felder untersuchen. Jeder Grauton sollte aus gleichen Anteilen Rot, Grün und Blau bestehen. Den Scanvorgang und die Untersuchung mit der Pipette muss man so lange durchführen, bis man die korrekten Einstellungen in der Software des Scanners gefunden hat. Anschließend sollte man diese, zum Beispiel als Profil, speichern.

5. Drucker kalibrieren

Anschließend sollte man die gescannte Farbtafel ausdrucken und optisch mit dem Original vergleichen. Diesen Vorgang gilt es so oft zu wiederholen, bis in den Einstellungen der Drucksoftware die richtigen Werte gewählt wurden. Vorsicht: Das Druckergebnis ist auch abhängig vom Papier. Wechselt man hier die Marke oder die Sorte, muss man den Drucker gegebenenfalls neu einstellen.

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