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Review: Dirt 2 Rennspiel im Test

Es gibt zwar einige Rallye-Simulationen auf dem Markt, doch steht eine Serie mit deutlichem Abstand auf Platz 1 der Beliebtheitsskala: die des verstorbenen Rallyefahrers Colin McRae. Der aktuelle Titel, Colin McRae: DiRT 2 von Publisher Codemasters, gilt als das erste DirectX-11-Rennspiel. Doch ist DiRT 2 wirklich so ein dermaßen gutes Spiel? Wir wollen in dem folgenden Review das Rallye-Game näher unter die Lupe nehmen und ausführlich testen.

Bereits im Jahre 1998 erschien mit Colin McRae Rally der erste Teil der Rallye-Serie. Mittlerweile hat Publisher Codemasters sechs weitere Teile auf den Markt gebracht, DiRT 2 war dabei der bislang letzte. Der schottische Rallyefahrer Colin McRae, einer der erfolgreichsten überhaupt, wurde zum Namensgeber für die Spiele-Umsetzung und wird seit dem eng mit der Serie in Verbindung gebracht. In dem folgenden Review wollen wir Colin McRae: DiRT 2 ausführlich vorstellen.

Story

Bezahlte Umfragen

Eine wirkliche Hintergrundgeschichte hat Colin McRae: DiRT 2 zwar nicht, doch tut das dem Spielspaß nicht den geringsten Abbruch. Bereits zum Start wird der Spieler mit rockiger Musik und einem, für ein Rallye-Spiel eher untypisches modernes Menü-Design begrüßt.

Colin McRae: DiRT 2 Screenshot mitsubishi Eclips 2008
Quelle: dirt2game.com

Das gesichtslose Alter-Ego, mit dem man später die einzelnen Rennstrecken unsicher macht, wird leider nicht weiter beleuchtet. Das Einzige, was der Spieler erfährt ist, dass der Charakter in einem Wohnwagen lebt und damit von Strecke zu Strecke reist. Doch benötigt man bei Colin McRae: DiRT 2 auch nicht wirklich einen ausgearbeiteten Story-Hintergrund, schließlich geht es darum, Spaß zu haben.

Spielwelt

Was die Spielwelt bei Colin McRae: DiRT 2 angeht, kann man aus dem Vollen schöpfen. Wenn man eher auf Stadt-Kurse steht, kann man im Laufe des Spiels zum Beispiel nach London, Los Angeles oder auch Tokio reisen. In Sachen Off-Road verschlägt es den Spieler unter anderem nach Marokko, China oder auch Malaysia.

Colin McRae: DiRT 2 Screenshot Welt England
Quelle: dirt2game.com

Hier erwarten den Spieler sehr unterschiedliche Strecken, beispielsweise die staubige Wüste oder der Dschungel. Somit sorgt Colin McRae: DiRT 2 für viel Abwechslung und auf Grund des zum Teil ordentlichen  Schwierigkeitsgrades wird der Rallye-Knaller auch nicht so schnell langweilig.

Charaktere

Neben dem eigenen Alter-Ego, der jedoch wie bereits gesagt ziemlich gesichtslos daher kommt, trifft man im Laufe des Spiels einige bekannte Stars der Szene. Travis Pastrana, Dave Mirra oder auch Ken Block sind nur einige der Namen. Auch dieses Feature macht Colin McRae: DiRT 2 zu einem interessanten Titel.

Colin McRae: DiRT 2 Screenshot Andere Rennfahrer
Quelle: dirt2game.com

Die Stars bleiben jedoch zumeist im Hintergrund und erscheinen nur auf der Bildfläche, wenn der Spieler selbst von einem der Jungs angerufen und zu einem Rennen eingeladen wird. Codemasters verzichtet ansonsten auf den Tiefgang bei den Charakteren von Colin McRae: DiRT 2 und konzentriert sich mehr auf das, was das Spiel ausmacht: Action und spannende Rennen.

Plattformen

Colin McRae: DiRT 2 ist, anders als noch der Vorgänger, auf so gut wie allen Systemen verfügbar. Neben der Version für den PC gibt es die Rallye-Simulation noch für die Konsolen Xbox 360, Playstation 3 und die Wii von Nintendo.

Colin McRae: DiRT 2 Verpakung
Quelle: dirt2game.com

Darüber hinaus wurden auch die Spiele-Handhelds nicht vergessen, denn auch der Nintendo DS und die Playstation Portable werden unterstützt. Die Versionen unterscheiden sich untereinander zwar nicht, doch was die Steuerung angeht, hat der PC leicht das Nachsehen. Hier empfiehlt sich ein externes Lenkrad oder eine vergleichbare Steuerung, denn sonst erhöht sich bei Colin McRae: DiRT 2, mit Maus und Tastatur gespielt, der Schwierigkeitsgrad deutlich.

Gameplay

In Sachen Gameplay besticht Colin McRae: DiRT 2 natürlich in der Hauptsache durch das Fahren. Auf den bereits angesprochenen Strecken geht es um Schnelligkeit, präzise Lenk- und Driftmanöver sowie um einige Aufgaben, die der Spieler erledigen muss. Wer beispielsweise eines der Rennen gewinnt, bekommt sogenannte Karrierepunkte.

Colin McRae: DiRT 2 Screenshot Gameplay mitshubischi
Quelle: dirt2game.com

Aber auch neue Strecken und Schauplätze werden durch solche Erfolge freigeschaltet. In Sachen Spiel-Modi bietet Colin McRae: DiRT 2 auch einiges an Abwechslung. Neben den eher klassischen Platzierungsrennen gibt es spannende Duelle, sowie Zeit- und Ausscheidungsrennen. DiRT 2 bietet insgesamt sechs verschiedene Schwierigkeitsgrade und fünf unterschiedliche Kamera-Perspektiven. Der Abschluss sei dem Schadensmodell gewidmet. Hier setzt Colin McRae: DiRT 2 klar auf Realismus, bietet dem Spieler aber auch die Möglichkeit, dieses auszuschalten.

Haupt- und Nebenmissionen

Beginnen wir ausnahmsweise mit den Nebenmissionen. Diese gibt es zwar nicht wirklich im bekannten Maße bei Colin McRae: DiRT 2, doch die Mini-Games im Menü sorgen trotzdem für ein wenig Zwischendurch-Unterhaltung. In Sachen Hauptaufgaben bietet die Rallye-Simulation einen ähnlichen Aufbau wie einige Konkurrenten auch.

Colin McRae: DiRT 2 Screenshot Nebenmission Sprung
Quelle: dirt2game.com

Man beginnt mit einer der bereits zu Beginn verfügbaren Strecken und fährt natürlich um den Sieg. Schafft man diese Aufgabe, werden nach und nach die anderen Rennstrecken freigeschaltet. Und auch neue Duell-Möglichkeiten gibt es. Insgesamt gesehen, steht bei Colin McRae: DiRT 2 der Arcade-Faktor klar im Vordergrund und der Karrieremodus unterstützt das Gewinnen wollen noch weiter.

Single -und Multiplayer

Alleine der Singleplayer-Modus in Colin McRae: DiRT 2 sorgt für viele Stunden an Spielspaß. Und auch der Multiplayer-Modus macht richtig Laune, wenn man nicht gerade im Split-Screen fahren muss. Hier hätte Codemasters einiges besser machen können. Doch sei es drum, dafür kommt beim Online-Modus schon genug Spaß auf.

Colin McRae: DiRT 2 Screenshot Multiplayer Autos Wüste
Quelle: dirt2game.com

Die Spieler können hier unter anderem sogar eigene Renn-Wettbewerbe veranstalten und das sogar in Teams gegeneinander. Darüber hinaus gibt es im Mehrspieler-Bereich von Colin McRae: DiRT 2 auch ein Leaderboard, in dem man zum Beispiel die besten Rundenzeiten für die jeweiligen Strecken angezeigt bekommt. Das schafft einen weiteren Ansporn, seinen Boliden noch schneller über die Strecken zu jagen.

Grafik- und Systemanforderungen

Die hauseigene Ego-Engine schafft in Colin McRae: DiRT 2 eine bisher noch nicht da gewesene Optik. Hinzu kommt, das dass Spiel auch DirecX11 unterstützt. Die Grafik gehört sicherlich zu einer der Besten im Bereich der Renn-Simulationen, benötigt allerdings auch einiges an Hardware-Ressourcen, zumindest was die PC-Version angeht.

Colin McRae: DiRT 2 Screenshot BMW Pprsche Grafik
Quelle: dirt2game.com

Die Minimalanforderungen liegen bereits bei einer Prozessorleistung von mindestens drei Gigahertz, oder eben direkt einer der neuen i7-CPUs. Beim Arbeitsspeicher werden zwei, oder besser drei Gigabyte RAM fällig und auch die Grafikkarte sollte über ein GB RAM verfügen.

Fazit

Alleine die wirklich traumhafte Grafik macht Colin McRae: DiRT 2 zu einem Must-Have-Titel. Ohne lange Eingewöhnungsphase geht es direkt auf die Rennstrecke und die verschiedenen Spiele-Modi sorgen für einiges an Abwechslung. Und wem das nicht reicht, der findet im Online-Mehrspieler-Modus weitere Herausforderungen.

Colin McRae: DiRT 2 Screenshot Fazit BMW
Quelle: dirt2game.com

Alles in allem ist Colin McRae: DiRT 2 also eigentlich mehr, als nur zu empfehlen. Auch wer sonst eher nicht auf Rallye-Simulationen steht, wird hier seine Freude haben. Übrigens: mit DiRT 3 wird der nächste Teil erst irgendwann in 2011 erscheinen. Also lohnt es sich bis dahin in jedem Fall, noch mal so richtig den Dreck auf zu wühlen und der Konkurrenz den Auspuff zu zeigen.

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