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Wikileaks: Chronik der Ereignisse um Julian Assange

Durch keine Veröffentlichung zuvor, wurde eine vergleichbare Lawine ausgelöst. Nach Veröffentlichung der US-Geheimdepeschen durch WikiLeaks haben sich die Ereignisse teilweise überschlagen. Gesperrte Konten, zusammengebrochene Server und schließlich eine Verhaftung: All dies ist kein neuer Thriller, sondern Realität.


Ende November veröffentlichte das Enthüllungsportal WikiLeaks 250.000 US-amerikanische Geheimdepeschen. Die Reaktionen ließen international nicht lange auf sich warten. Obwohl formal wenig Brisantes verraten wurde, schließlich geht es in den Enthüllungen nicht um Leben oder Tod, löste die Veröffentlichung eine Lawine aus, die in der Verhaftung von WikiLeaks Frontmann Julian Assange endete.

julian Assange wikileaks
Quelle: wikipedia.org | New Media Days

Doch diese Verhaftung hat nichts mit Assanges Aktivitäten bei WikiLeaks zu tun. Der Vorwurf, dem sich Assange stellen muss, lautet Vergewaltigung. Doch der Reihe nach. Die erste größere Reaktion auf die WikiLeaks Veröffentlichung war die Kündigung des Providers des Enthüllungsportals. Die Webseite war daraufhin einige Zeit nur über Umwege erreichbar. Es folgten eingefrorene Konten bei verschiedenen Finanzdienstleistern.

Angeblich auf Druck der US-Regierung, der die Veröffentlichung natürlich peinlich war, sollte WikiLeaks so der Geldhahn zugedreht werden. Doch der Plan ging nur bedingt auf, denn das Internet hat mit voller Wucht zurückgeschlagen. Anhänger von WikiLeaks formierten sich im Netz und starteten gezielte DDoS-Attacken. Die Server der Finanzinstitute brachen daraufhin teilweise zusammen, woraufhin eingefrorene Gelder wieder freigegeben wurden.

Am 8. Dezember folgte dann die Verhaftung Assanges als vorläufiger Höhepunkt. Wie es weitergeht bleibt abzuwarten. Klar ist: Es wird weitere Veröffentlichungen geben. Ein besonders brisanter Datensatz, der auf Servern auf der ganzen Welt verteilt lagert, wird gar als Assanges Lebensversicherung bezeichnet. Sollte ihm etwas zustoßen, sollen die Daten veröffentlicht werden. Niemand weiß, was dann passiert. Am 16. Dezember kam Julian Assange unter Auflagen frei. Ihm droht eine Auslieferung an Schweden und eine Spionage-Anklage in den USA.

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