GVU: Besuch von kino.to, movie2k.to & Co hat strafrechtliche Konsequenzen

Den Betreibern der Streaming-Plattform kino.to droht großer Ärger. In dieser Woche wurden 13 Personen, die das Portal betrieben haben sollen, verhaftet. Neben Schadenersatzzahlungen in Millionenhöhe drohen ihnen gar langjährige Haftstrafen. Auch viele User sind seit dem Schlag gegen kino.to in Sorge. Sie befürchten ebenfalls straf- oder zivilrechtliche Konsequenzen. Juristen halten dies jedoch für eher unwahrscheinlich.

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Zahlreiche Internet-User sind in Sorge. Sie haben Filme bei kino.to geschaut und fürchten nun straf- oder zivilrechtliche Konsequenzen. Die Betreiber von kino.to sind in dieser Woche verhaftet worden. Das Streaming-Portal gibt es daher nicht mehr. Eine Ausweitung der Ermittlungen auf die User von kino.to ist nach Expertenmeinung jedoch eher unwahrscheinlich. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft hat in dieser Sache allerdings noch keine Entscheidung bekannt gegeben. Möglich wären solche Ermittlungen aber durchaus, auch wenn sich die Justiz bislang ausschließlich auf die Anbieter der Raubkopien stürzt.

kino.to, movie2k.to

Quelle: kino.to

Viele Juristen sind der Ansicht, dass der Konsum von Streams keine Straftat darstellt. Eine Urheberrechtsverletzung ist immer dann gegeben, wenn ein geschütztes Werk vervielfältigt wird. Als Vervielfältigung gilt beispielsweise der Download eines Films. Bei einem Stream werden in der Regel jedoch nur kleine Teile eines Films gepuffert – und somit keine illegale Raubkopie erstellt. Nichtsdestotrotz gibt es bislang keine handfesten Gerichtsurteile in dieser Sache, so dass man von einer typischen Grauzone ausgehen muss.

Unklar ist allerdings auch, ob die Ermittler überhaupt Kenntnisse über die User von kino.to erlangen werden können. So ist beispielsweise nicht bekannt, welche Daten der User auf den Servern von kino.to bzw. deren Filehostern gespeichert wurden. Über eine so ermittelte IP-Adresse könnten die Ermittler den Anschlussinhaber des Internet-Anschlusses ausfindig machen. Die Filmindustrie sieht die Sache natürlich ein wenig anders. Sie könnte auch dann mit Abmahnungen gegen die Nutzer von kino.to vorgehen, wenn Gerichte noch kein abschließendes Urteil zur Nutzung von Streams gefällt haben.

Update:

Die GVU hat am Freitag in einem Blogeintrag dargelegt, dass nach ihrer Rechtsauffassung, das Anschauen von Filmen bei Kino.to, movie2k.to und anderen illegalen Streaming-Portalen auch für Nutzer strafbar ist. Die GVU schreibt: „Im Verlauf des Streaming-Vorgangs bei Filmen über das Internet erfolgen diverse Speicherungen. Auf dem Endgerät des Nutzers erfolgt stets eine vorübergehende Speicherung. Sie wird durch den Nutzer ausgelöst und liegt in seinem Machtbereich. Zudem hat er die Möglichkeit, mittels entsprechender Software auch eine dauerhafte Vervielfältigung herzustellen.“ Die GVU könnte nach dieser Rechtsauffassung auch Nutzer von Kino.to verfolgen, insofern sie mit Hilfe der Polizei an verwertbare IP-Adressen kommt. In der Folge können Nutzer zivil -und strafrechtlich belangt und mit Geldbußen, Schadensersatzforderungen, aber auch Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren konfrontiert werden. Voraussetzung für eine rechtliche Verfolgung von Nutzern von kino.to ist jedoch, das die Betreiber der Seite die IP-Adressen in den Logfiles gespeichert haben und diese der Polizei vorliegen.

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52 Kommentare
GVU: Besuch von kino.to, movie2k.to & Co hat strafrechtliche Konsequenzen
Total Schwachsinnig ! | 14. Nov 2012, 20:45
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Streams sind keine Download !
Die Rechtslage ist so komplett bescheuert und dumm dargestellt,dass man nicht weiß wie die Rechtslage zu Streamings nun wirklich ist.
Die meisten Anwälte schreiben dass Streams anschauen keine Straftat darstellen !

YouTube hingegen , da gibts legale Programme mit denen man YouTube Musik und Filme usw runterladen kann. Wie sieht hier die Rechtslage aus?

Streamingradios , dafür gibt es legal Streamripper !
Wie sieht hier die Rechtslage aus?

TV Spielfilme aufzeichnen ist das gleiche wie ein Filmdownload, weil eine TV Aufzeichnung eine rechtswidrige Vervielfältigung darstellen müsste, weil man bei einer TV Aufzeichnung eine Kopie erhält.

Wie sieht hier die Rechtslage aus???

Macht klare Gesetze !!

kempo | 6. Apr 2013, 14:58
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es ist ein großer schmarrn, leuten strafen aufzuhalsen, nur dafür dass sie einen film angeschaut haben. den kleinen bürger will man wieder allles aufdrängen nur weil es die „hohen herren“ so wollen.
und das diese filme von multimillionären gratis gezeigt werden und diese kein geld daran verdienen ist gut
die scheffeln die kohle und andere müssen in ihrer scheisse schlafen oder verhungern

wo soll das hinführen?!

ps wer rechtschreibfehler findet darf sie behalten