Anleitung: 10 Tipps um Notebook-Akkus zu verlängern, regenerieren und zu schonen

Akkus von Notebooks halten heute länger als vor einigen Jahren, obwohl die Computer leistungsfähiger geworden sind. Dennoch ist die Akkulaufzeit weiterhin knapp bemessen. Mit unseren Tipps halten Notebook-Akkus länger durch, bevor sie wieder ans Stromnetz zum Aufladen müssen.

Das Wort Gaming-Notebook bringt auf den Punkt, wie sehr die Leistungsfähigkeit tragbarer Computer gesteigert wurde. Wer dagegen auf eine besonders lange Akkulaufzeit Wert legt, sollte sich für die Arbeit unterwegs lieber ein Netbook kaufen. Netbooks sind zwar weniger leistungsfähig, doch mit ihnen lässt sich zwei- bis dreimal so lange wie mit einem leistungsfähigen Notebook arbeiten.

Notebook Akku

Quelle: acer.com

Alle Arten tragbarer Computer können mit einer Akkuladung länger mit Strom versorgt werden, wenn man einige Tipps befolgt, die wir hier nennen. So kommt man mit einer Akkuladung nicht bloß gut durch den Arbeitstag, sondern erspart sich auch den Kauf eines Ersatzakkus, weil der Notebook-Akku gar nicht erst beschädigt wird.

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Akku nicht ganz entladen

Die heute üblichen Lithium-Ionen-Akkus sollten nicht komplett entladen werden, weil sie dadurch beschädigt werden können. Windows-PCs sind meist schon ab Werk zu eingestellt, dass das Betriebssystem bei niedrigem Akkustand automatisch heruntergefahren wird. Bei Windows Vista und Windows 7 geht man über Start zu „Energiesparplan bearbeiten“ und wählt dort „Erweiterte Energieeinstellungen ändern“. Im folgenden Fenster öffnet man unten die Akku-Einstellungen und schaut sich die „Kritische Akkukapazität“ an. Voreingestellt ist vermutlich ein Wert von 5 Prozent. Dann sollte man die Einstellung so lassen und nichts ändern. Auf einem Notebook mit Windows XP hat der Computerhersteller möglicherweise ein eigenes Programm für das rechtzeitige Herunterfahren installiert.

Akku nicht heiß werden lassen

Hohe Temperaturen schaden dem Notebook-Akku. Deshalb dürfen die Lüftungsschlitze niemals verdeckt werden, wenn der Computer eingeschaltet ist. Stellt man sein Notebook auf den Schreibtisch, besteht diese Gefahr allgemein nicht, wohl aber beim Ablegen des Computers auf dem Schoß oder einer Decke. Möchte man das Notebook auf das Bett stellen, sollte man eine Unterlage verwenden, die ein Verdecken der Lüftungsschlitze verhindert. In den Lüftungsschlitzen sammelt sich Staub und Schmutz an. Am besten nutzt man zur regelmäßigen Reinigung Druckluftflaschen, wie sie in Computerläden erhältlich sind. Eine Reinigung darf nur im ausgeschalteten Zustand durchgeführt werden.

Akku entfernen, wenn nur am Stromnetz gearbeitet wird

Wer nur ab und zu am Notebook arbeitet, wenn es an eine Steckdose angeschlossen ist, muss sich keine Sorgen machen. Ist man sich sicher, dass man für einige Tage nur in Reichweite einer Steckdose arbeiten wird, ist es besser, den Akku aus dem Notebook zu entfernen. Ansonsten nutzt sich der Akku durch das ständige Laden und Entladen vorzeitig ab. Einen fast leeren Akku sollte man jedoch nicht herausnehmen, da er mit der Zeit von alleine Energie verliert und die Gefahr besteht, dass er nach einer Weile völlig leer ist. Das Entfernen des Akkus darf nur bei ganz ausgeschaltetem Computer erfolgen.

Alten Akku wieder stärker machen

Ein alter, abgenutzter Akku kann nicht wirklich verjüngt werden. Wenn das Notebook schon nach recht kurzer Zeit einen niedrigen Ladestand meldet, besteht das Problem oft darin, dass der tatsächliche Akkustand nicht richtig erkannt wird. In diesem Fall besteht die Chance, das Problem durch ein Lade-Training zu beheben. Der Akku wird dafür zwei- bis dreimal vollständig (!) entladen und wieder aufgeladen. Damit Windows den Computer nicht automatisch ausschaltet, bevor der Akku komplett entladen ist, greift man zu einem Trick: Man schaltet den PC ein und ruft gleich am Anfang des Setup-Menü auf. Welche Taste dafür gedrückt werden muss, zeigt jeder PC nach dem Einschalten auf dem Bildschirm an. Im Setup-Menü angekommen wartet man ab, bis sich das Notebook infolge Strommangels ausschaltet. Als nächstes lädt man den Notebook-Akku wieder auf und beginnt von vorne.

Strom sparen, um die Akkulaufzeit zu verlängern

Wie lange die im Akku gespeicherte Energie zum Arbeiten unterwegs reicht, hängt entscheidend vom Stromverbrauch ab. Je weniger Strom benötigt wird, desto länger hält der Akku, bevor er neu aufgeladen werden muss. Das klingt banal, doch die meisten Notebook-Besitzer verzichten auf die einfachsten Maßnahmen. Die Bildschirmhelligkeit sollte nur so hoch eingestellt sein, wie es nötig ist. Grundregel: Je dunkler es in der Umgebung ist, desto niedriger kann die Bildschirmhelligkeit eingestellt werden. Zum schnellen Regeln der Helligkeit gibt es fast immer spezielle Tastenkombinationen. Je mehr Programme aktiv, desto schneller hat der Akku keinen Strom mehr. Hier sollte man auch an Bluetooth und WLAN denken, wofür viele Notebooks ebenfalls einen Schnellzugriff zum Abschalten und Anschalten bieten. Außerdem gilt: Je mehr Programme gleichzeitig laufen, desto früher ist der Akku leer.

Richtiges Verhalten in Arbeitspausen

Ganz unabhängig von der Akku-Leistung ist es sinnvoll, Strom zu sparen, wenn der Computer gerade nicht benötigt wird. Bei langen Arbeitspausen schaltet man sein Notebook im Zweifel ganz aus. Da jedoch das Hochfahren eine Weile dauern kann und viel Strom benötigt, bieten sich für kürzere Pausen die Modi „Energie sparen“ und „Ruhezustand“ an. Im „Ruhezustand“ wird der Computer zwar ebenfalls heruntergefahren und ausgeschaltet, doch werden zahlreiche Einstellungen gespeichert, sodass man später dort weitermachen kann, wo man aufgehört hatte. Meistens bietet sich der Modus „Energie sparen“ an, bei dem das Notebook zwar eingeschaltet bleibt, dabei jedoch nur sehr wenig Strom benötigt. Aus diesem Modus lässt sich das Notebook schnell wieder aktivieren, wenn man es wieder braucht.

Akkulaufzeit durch Aufrüsten des Arbeitsspeichers erhöhen

Vergrößert man den Arbeitsspeicher seines tragbaren Computers, muss er seltener auf die Festplatte zugreifen und benötigt deshalb weniger Energie. Außerdem läuft das Arbeiten flüssiger und kommt man schneller damit voran, wenn der Computer nicht durch knapp bemessenen Speicher gebremst wird. Das erhöht zwar nicht die Akkuleistung, aber letztlich kommt es ja darauf an, ob der Akku so lange läuft, wie man sein Notebook oder Netbook benötigt. Nutzt man den zusätzlichen Arbeitsspeicher jedoch, um mehr Programme gleichzeitig auszuführen, erhöht sich dagegen der Stromverbrauch.

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1 Kommentar
Anleitung: 10 Tipps um Notebook-Akkus zu verlängern, regenerieren und zu schonen
Peter | 14. Apr 2012, 11:13
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Li – Ionen Akkus dürfen auf keinen Fall vollständig entladen werden!!!
Nur Ni-CD Akkus können mit dem vollständigen Entladen aufgefrischt werden, bei Li-Ion wrd der Akku auf diese Weise zerstört!


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