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Overclock-Anleitung: Grafikkarte übertakten für Anfänger – so geht’s

Neben dem Prozessor ist die Grafikkarte der wohl wichtigste Baustein eines PCs. Ob man nun mit Grafikprogrammen arbeitet oder die neusten Games auf seinem Rechner spielen möchte, eine schnelle Grafikkarte ist und bleibt unerlässlich. Allerdings können und wollen sich die meisten User nicht alle sechs Monate eine neue Karte für teures Geld zulegen, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Doch gibt es andere Mittel und Wege, um mehr Leistung aus seine aktuellen Grafikkarte heraus zu holen: das Übertakten. Doch wie geht man am besten vor, ohne Gefahr zu laufen, die Karte unbrauchbar zu machen?

Effektiv gesehen werden Grafikkarten schon seit den ersten Generationen von Kennern auf diesem Gebiet übertaktet. Doch muss man heute nicht mehr zwangsläufig ein Experte sein, um mehr Power aus seiner Karte heraus zu holen. Besonders bei neueren Grafikkarten kann man nicht mehr viel falsch machen. Nur wenn man übertreibt, kann es passieren, dass die Grafikkarte nach der Übertaktung gar nicht mehr funktioniert.

ati radeon hd 5770
Quelle: radeon3d.org

Damit das nicht passiert, möchten wir in dem folgenden Artikel in einzelnen Schritten beschreiben, wie man am besten und sichersten mehr Leistung aus der eigene Grafikkarte heraus holt.

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Die Auswahl der richtigen Grafikkarte

Bevor man sich an das sogenannte Overlocking einer Grafikkarte wagt, sollte man sich informieren, ob es sich überhaupt lohnt, die eigene Karte zu übertakten. Besonders bei etwas älteren Modellen lässt sich, wenn überhaupt, nur eine geringe Leistungssteigerung erzielen. Daher lohnt sich der Aufwand nicht wirklich. Auch gilt es zu bedenken, dass ältere Grafikkarten nicht immer über die nötigen freien Ressourcen verfügen, die es erlauben, das eine oder andere MHz mehr heraus zu kitzeln. Die derzeit besten Erfolge konnten beispielsweise mit der Radeon HD5850 von AMD erzielt werden. Ein vorheriger Vergleich lohnt sich also.

Auf die richtige Kühlung kommt es an

Viele Grafikkarten erreichen schon beim normalen Betrieb Höchsttemperaturen. Wenn man beim Overlocking auch nur ein wenig übertreibt, ohne für die nötige Kühlung zu sorgen, können einzelne Karten sogar die 100 Grad Grenze überschreiten. Das verbraucht nicht nur Unmengen an Strom, sondern birgt die Gefahr, dass sich die Grafikkarte ins Nirwana verabschiedet. Daher ist es fast unerlässlich, dass man vor der Übertaktung in einen passenden Lüfter investiert. Diese gibt es zum Teil schon für um die 50 Euro, haben jedoch zwei Nachteile: zum einen erfordert es viel Fingerspitzengefühl, den Lüfter auf die Karte zu setzten und zum anderen erhöht sich dadurch auf der Geräuschpegel.

Der Benchmark-Test

Um heraus zu finden, wo sich die aktuelle Leistung der Grafikkarte bewegt, eignet sich am besten ein Benchmark-Test. Zu empfehlen ist die Anwendung Heaven 2.0 von Unigine. Dieses Test-Programm holt wirklich das Letzte aus der Karte heraus und eignet sich daher auch perfekt, um die Unterschiede nach den einzelnen Übertaktungs-Sequenzen zu verdeutlichen. Nach dem ersten Durchlauf von Heaven 2.0 kann an die Ergebnisse speichern, dass Programm schließen und mit dem Tuning der Grafikkarte beginnen. Nach jeder Veränderung sollte man dann wieder auf den Benchmark-Test zurück kommen, diesen wieder durchlaufen lassen und das Ergebnis mit dem vorherigen Test-Lauf vergleichen.

Das Übertakten – Tuning für die Grafikkarte

Bleiben wir bei dem Beispiel der AMD Radeon HD5850. Öffnet man nun das Catalyst-Treiber-Panel, hat man über den Reiter „Overdrive Section“ Zugriff auf die Übertaktungs-Funktion. Durch einen Klick auf „Autotune“ wird die GPU automatisch eingestellt. Danach sollte man per Benchmark testen, ob die aktuelle Einstellung auch stabil läuft. Wenn das der Fall ist, geht es weiter mit dem MSI Afterburner. Mit diesem Tool lässt sich die Leistung der Grafikkarte am einfachsten steigern, durch die Schieberegler. Zu aller erst sollte die Geschwindigkeit des Lüfters erhöht werden. Danach kann man, in Schritten von maximal 15 bis 20 MHz, die Leistung langsam erhöhen. Nach jeder Erhöhung sollte man jedoch wieder einen Benchmark-Test durchführen, um zu überprüfen, ob die Karte noch richtig arbeitet.

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