Video2k.tv: Nachfolger von Kinos.to steht auf der Fahndungsliste

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hat ein neues Ziel und das heißt Video2k.tv. Unter dem Namen Video2k.tv lancierten einige mutmaßliche Mitarbeiter des kürzlich gesperrten Streaming-Portals Kinos.to einen inoffiziellen Nachfolger. Diesem Nachfolger soll es nun ebenfalls an den Kragen gehen. Die Staatsanwaltschaft wurde bereits informiert.

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Nicht alle Beteiligten von Kinos.to sind in Haft. Ein verbliebener Teil der Hintermänner des Stremaing-Portals hat in den vergangenen Tagen mit Video2k.tv einen inoffiziellen Nachfolger gegründet. Das ist auch der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) nicht entgangen. Die GVU leitete mit einem Strafantrag die Ermittlungen gegen Kinos.to ein und war somit maßgeblich an den Razzien gegen das Streaming-Portal beteiligt. Nun scheint Video2k.tv zum neuen Ziel der GVU zu werden.

Video2k.tv
Quelle: video2k.to

Die Staatsanwaltschaft soll bereits informiert worden sein. Wie es nun weitergeht, bleibt allerdings abzuwarten. Laut aktueller Berichte haben die Macher von Video2k.tv alle Register gezogen, um es den Ermittlern möglichst schwer zu machen die Seite vom Netz zu nehmen. Zu den Maßnahmen sollen drei parallel laufende Server sowie 50 Domains bei fünf verschiedenen Registraren gehören. Ob dies ausreicht, um sich vor dem langen Arm der Ermittler zu verstecken, ist noch unklar.

Klar ist jedoch, dass auch mit bzw. nach Video2k.tv kein Ende in Sicht ist. Wie Andreas Popp, Urheberrechtsexperte der Piratenpartei, bereits nach den Razzien gegen Kinos.to feststellte, werden schon bald andere Anbieter kommen und eine bestehende Lücke füllen. Die Ermittlungen gegen Kinos.to haben Jahre gedauert – bis Video2k.tv online ging, dauerte es hingegen nur wenige Tage. Der Kampf gegen einzelne Portale kann so leicht zum Kampf gegen Windmühlen werden, zumindest solange es der Filmindustrie nicht gelingt, attraktive und legale Angebote bereitzustellen.

Quelle: golem.de

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