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Anleitung: Eigenen Media-PC Zusammenstellen

Angesichts der interaktiven Möglichkeiten am Computer wirkt herkömmliches Fernsehen oft schon unzeitgemäß und vor allen unpraktisch. Obwohl die Hersteller einige ihrer Fernseher inzwischen mit Internetfunktionen ausstatten, lohnt es sich darüber nachzudenken, einen Media-PC ins Wohnzimmer zu stellen und an den Fernseher anzuschließen. Der bietet mehr und ist billiger. Wir sagen, auf welche Komponenten es ankommt, wenn man sich selbst einen Media-PC zusammenstellen möchte.


Im Internet ist man es gewohnt, Inhalte jederzeit abrufen zu können. Man muss nicht darauf warten, bis sie wie im Fernsehen zu einer bestimmten Zeit gezeigt werden. Außerdem ist die Auswahl an über das Internet verfügbaren Inhalten so groß und attraktiv, dass man sich oft wünscht, sie auf seinem Flachbildfernseher im Wohnzimmer bequem von der Couch aus nutzen zu können. Besonders was Video-on-Demand bzw. überhaupt Videoinhalte angeht, bietet das Internet einfach die meisten Möglichkeiten.

Dell Media Pc
Quelle: dell.com

Wer beim kleinsten Computerproblem auf die Hilfe anderer angewiesen ist, wird sich keinen PC ins Wohnzimmer stellen, um ihn an den Fernseher anzuschließen. Dann ist es besser, einen Fernseher mit integrierten Internetfunktionen zu kaufen. Die volle Vielfalt des Internets erlebt man darauf allerdings nicht. Außerdem muss man derzeit noch eine Menge Geld ausgeben, um einen entsprechend ausgestatteten Fernseher zu kaufen.

Für alle, die sich mit Computern halbwegs auskennen (man muss kein Profi sein), stellt derzeit der Anschluss eines passenden PCs an den Flachbildfernseher eine sehr interessante und ziemlich preiswerte Möglichkeit dar. Nicht zuletzt lassen sich PCs gut aufrüsten, wenn sich die Technik weiterentwickelt. Ein Fernseher veraltet heute leider sehr schnell.

Möchte man keinen fertigen Media-PC kaufen – Nettops bieten sich da beispielsweise an – stellt man sich seinen Media-PC einfach selbst zusammen. Auf welche Komponenten es beim Selbstbau eines Media-PCs fürs Wohnzimmer ankommt, sagen wir in diesem Artikel. Für Käufer fertiger Media-PCs kann unsere Anleitung als Checkliste dienen, um beim Kauf eines Komplettsystems alles zu bekommen, was man braucht.

Media-PC selbst bauen – Überblick über die wichtigsten Komponenten

Hauptprozessor

Die Atom CPUs von Intel sind vor allem durch den Erfolg der Netbooks bekannt geworden. Die preiswerten Chips benötigen nur wenig Strom. Abgesehen von Netbooks werden Atom-Prozessoren besonders in Nettops verwendet.

Eine gute Wahl beim Bau eines Media-PCs ist der Dual-Core Atom N330 Prozessor, dessen Kerne mit 1,6 GHz getaktet werden. Durch ein wenig Übertakten auf 2 GHz lässt sich aus dem Atom N330 noch mehr herausholen. Zudem beherrscht der Prozessor HyperThreading.

Auf die reine Prozessorleistung kommt es beim Bau eines Media-PCs fürs Wohnzimmer jedoch nicht an. Videos in 480p und qualitativ hochwertige YouTube Videos kann der N330 schon alleine darstellen, was ihn allerdings stark auslastet.

Zum passenden Prozessor für einen Wohnzimmer-PC wird der Atom N330 erst in Verbindung mit einer zusätzlichen GPU. Wir empfehlen als Mainboard (dazu unten) das Zotac Ion N330 Ion ITX-AB, welches neben dem Atom N330 von Intel schon eine GeForce 9400M GPU von Nvidia mitbringt.

Die Grafiklösung von Nvidia entlastet den Hauptprozessor von den rechenintensiven Aufgaben bei der Darstellung von Videos in hoher Auflösung. Auf diese Weise kann der selbstgebaute Media-PC problemlos HD-Videos in 720p und sogar 1.080p ruckelfrei wiedergeben.

Grafikkarte/Grafiklösung

Dank der ION-Grafiklösung GeForce 9400M von Nvidia kann ein Wohnzimmer-PC mit Intel Atom CPU Full HD Videos in den Formaten H.264, WMV/ VC-1 und MPEG-4 ruckelfrei anzeigen. Aber was ist mit Flash? Die allermeisten Videos im Internet sind Flash Videos.

Normalerweise unterstützen GPUs hardwareseitig kein Flash, doch seit der Version Flash 10.1 Beta gibt es eine Unterstützung von Hardware-Beschleunigung für die ION-Plattform von Nvidia.

Mainboard

Wir empfehlen für den Media-PC im Eigenbau ein Zotac Ion N330 Ion ITX-AB Mainboard, das mit (siehe oben) Intel Atom N330 Prozessor sowie Nvidia GeForce 9400 GPU bestückt ist. Dieses Mainboard ist nicht zuletzt deshalb unsere Wahl für einen selbstgebauten Media-PC, weil es im Wohnbereich noch mehr als am Arbeitsplatz auf einen leisen Rechner ankommt. Was macht den meisten Lärm bei Computern? Lüfter! Das Zotac Ion N330 Ion ITX-AB braucht keinen Lüfter, die Kühlung erfolg passiv.

Das Mainboard verfügt über zwei Speicherslots für DDR2-Arbeitsspeicher. Bis zu 4 GB können werden vom Zotac Ion N330 Ion ITX-AB unterstützt, doch für einen Wohnzimmer-PC sollten 2 GB für den Anfang ausreichen. Zusätzlichen Speicher kann man später immer noch nachrüsten.

Zu den Vorteilen den Zotac Ion N330 Ion ITX-AB, die es zu einer guten Wahl für einen Selbstbau-PC fürs Wohnzimmer machen, zählt sein HDMI-Anschluss (mit HDCP und 7.1 Kanal Audio). Außerdem sind ein DVI-Anschluss sowie ein VGA-Anschluss vorhanden. Das Zotac Ion N330 Ion ITX-AB bietet drei SATA Ports und einen eSATA Port sowie einen Gigabit-Netzwerkanschluss.

Doch ein Netzwerkkabel anschließen muss man nicht, der PCIe Slow ist nämlich schon mit einem WLAN-Modul belegt. Zusammen mit den weiteren Anschlüssen bieten sich dem Nutzer mit der Verwendung eines Zotac Ion N330 Ion ITX-AB Mainboards in einen Wohnzimmer-PC viele Anschlussmöglichkeiten. Für die beste Tonqualität nutzt man am besten den HDMI-Anschluss, so muss man keine zusätzlichen Kabel für die Ton anschließen.

Gehäuse

Das Zotac Ion N330 Ion ITX-AB Mainboard kann in verschiedene mini-ITX-Gehäuse eingebaut werden, Eine gute Wahl stellt das Compucase Mini ITX 8K01 Case dar. Es bietet Platz für eine optisches Laufwerk, zwei USB-Anschlüsse, einen eSATA Port sowie Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon.

Im Gegensatz zu anderen mini-ITX-Gehäusen hat man beim Zotac Ion N330 Ion ITX-AB Mainboard die Wahl, ob man eine 2,5 Zoll Festplatte oder lieber eine 3,5 Zoll Festplatte einbauen möchte. Die 3,5 Zoll großen Festplatten sind meistens billiger, bieten mehr Speicherplatz und arbeiten allgemein schneller. Was optische Laufwerke angeht können jedoch nur schmale Modelle eingebaut werden.

Festplatte

Für den Media-PC zum Selberbauen eignet sich eine Caviar Green Festplatte mit 500 GB von Western Digital, denn sie benötigt wenig Strom und arbeitet besonders leise. Wer sehr viel Speicherplatz benötigt, greift zur Version mit 2 TB Speicherplatz.

Arbeitsspeicher

Bis zu 4 GB können im selbstgebauten Media-PC mit Zotac Ion N330 Ion ITX-AB Mainboard genutzt werden. Mit 2 GB (z. B. Crucial 2GB 800MHz DDR2 PC2-6400) wird man im Normalfall gut auskommen. Speicher sollte man nicht auf Vorrat kaufen. Erst wenn der Media-PC zu langsam zu werden scheint, lohnt sich das Nachrüsten auf 4 GB Arbeitsspeicher.

Optisches Laufwerk

Der Wohnzimmer-PC muss nicht nur DVDs abspielen können, sondern sollte sich auf auch Blu-ray-Discs verstehen. Das Sony Optiarc BC-5500S ist ein vielseitiges Laufwerk, das auch 25 GB BD-R und BD-RE Medien nutzen und 50 GB Dual-Layer Discs mit doppelter Geschwindigkeit lesen kann. Zudem unterstützt es das schnelle Schreiben und Lesen mit in den Formaten DVD-R, DVD+R und DVD+RW und natürlich bei CD-Rs.

Media Center / Software

Windows 7 Media Center bietet zwar eine Menge Möglichkeiten, aber es darf auch ein anderes Media Center sein. Interessante Alternativen zu Windows 7 Media Center sind MythTV, Mediaportal, Boxee und XBMC.

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